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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

38. Spieltag - Sonntag, 05.06.2011 - 15:00
BV Cloppenburg - Goslarer SC 2:2 (2:1)


Nordwest Zeitung
BVC-Trainer Klütz lobt junges Team
Cloppenburg 2:2 gegen Goslar

Cloppenburg/BVK - Für den ganz großen Wurf hat es zwar nicht gereicht. Immerhin sicherte sich der BV Cloppenburg am Sonntag durch ein 2:2 gegen Regionalliga-Absteiger Goslarer SC aber die Vizemeisterschaft in der Fußball-Oberliga Niedersachsen.

„Dass wir mit einer solch jungen Mannschaft und einem solch engen Kader Zweiter werden, durfte niemand erwarten. Der Verein kann stolz auf die Jungs sein“, sagte Cloppenburgs Trainer Jörg-Uwe Klütz nach dem letzten Heimspiel vor 314 Zuschauern.

Diese sahen in einem nur noch für die Statistik bedeutsamen Spiel einen durchaus ansehnlichen ersten Durchgang. Gleich zweimal ließ der stark beginnende Leo Baal in den ersten 180 Sekunden die BVC-Führung aus. In der fünften Minute traf der frühere Oldenburger dann aber. Es war das 1:1. Denn in der vierten Minute hatte der Slowake Filip Sajbidor Goslars ersten Angriff mit einem trockenen Flachschuss erfolgreich zum 1:0 für die Gäste abgeschlossen.

In der Folge blieb Cloppenburg am Drücker. Wiederum Leo Baal fand nach 20 Minuten im starken Gästekeeper Nico Lauenstein seinen Meister. Der Nachschuss von Rogier Krohne blockte Goslar zur Ecke. Ausgerechnet Lauen­stein leistete dann die Vorarbeit zu Krohnes 2:1 (38.), als er einen Schuss von Lincoln Assinokou prallen ließ.

Fast hätten die Harzer im Gegenzug zurückgeschlagen. Suri Ucar setzte den Ball aber aus 25 Metern an die Latte. Aufregung dann Sekunden vor der Pause: Schiedsrichter Vladimir Schwegler (Dortmund) gab einen Kopfballtreffer von Christian Willen nicht.

Nach der Pause drosselten beide Mannschaften für 20 Minuten das Tempo. Danach wurde es wieder lebhafter. Zunächst verpassten die Cloppenburger das vorentscheidende dritte Tor gleich dreimal. Karol Szweda klärte einen Kopfball von Bernd Eilers auf der Torlinie (66.). Dann rettete Lauenstein binnen 120 Sekunden zweimal stark gegen den frei abziehenden Paul Kosenkow (70., 72.).

Anstatt den Sieg unter Dach und Fach zu bringen, kassierte der BVC eine kalte Dusche. Ucar zirkelte den Ball aus gut 20 Metern zum 2:2 ins Dreieck (73.). Das Ergebnis ging in Ordnung, zumal Goslars Andre Hofer noch an der Latte scheiterte (82.).


Goslarsche Zeitung
Fußball: Beim 2:2 des GSC in Cloppenburg zündet Ucar das Glanzlicht

Von Frank Saigge

Die neuerliche Serie hält. Der Goslarer SC 08 überstand am Sonntag auch das sechste Spiel in Folge ungeschlagen und brachte in der Fußball-Oberliga vom BV Cloppenburg ein 2:2 (2:1) mit. Dem Spiel bei brütender Hitze war anzumerken, dass es für beide Kontrahenten um nichts mehr ging. Sie spielten mit offenem Visier, so dass sich hüben wie drüben eine Vielzahl von Chancen ergab. Einer eher schwächeren ersten Hälfte, die einen Rückstand zur Folge hatte, folgte beim GSC wie meistens üblich eine deutliche Steigerung nach der Pause, die dann auch mit einem Punkt belohnt wurde. Zunächst aber wackelte trotz des frühen Führungstors die beste Abwehr der Liga gegen den besten Angriff doch mehrfach bedenklich, hinzu kam, dass Torwart Nico Lauenstein angeschlagen war und erst in der Pause wieder auf Vordermann gebracht wurde. So gab er beim zweiten Cloppenburger Treffer, Torjäger Rogier Krohne stand wieder einmal goldrichtig und staubte zum 2:1 ab, keine glückliche Figur ab In der zweiten Hälfte, als seine Vorderleute das Kommando übernahmen, zeigte er sich bei den pfeilschnellen Gegenstößen der Gastgeber mehrfach auf dem Posten. Für den Ausgleich sorgte schließlich Suri Ucar einmal mehr mit einem Traumtor, einem Heber in den Winkel, ehe er kurz darauf wegen Kreislaufproblemen behandelt werden musste. Der eingewechselte André Hofer hatte danach dann das Siegtor auf dem Fuß, doch einmal wurde ihm ein Tor wegen vermeintlichen Handspiels aberkannt, einmal traf er nur die Latte. „Mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen können“, so Trainer Manfred Wölpper, der sich aber auch mit dem einen Punkt sehr zufrieden zeigte.

Bestätigt wurde unterdessen, dass Martin Pett nach nur einer Saison nach Rostock zurückkehrt. Mit dem Verein ist mittlerweile eine Einigung über die Auflösung des Vertrags erzielt worden. „Das ist sehr schade, weil er doch sehr gut reingekommen ist, aber aufgrund seiner familiären Situation muss man Verständnis haben“, so der Trainer, der sich zuversichtlich zeigte, in dieser Woche einen Nachfolger für Petts Position im defensiven Mittelfeld präsentieren zu können.


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