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Oberliga Nordost Nord 2008/09 - Spielbericht

15. Spieltag - Sonntag, 07.12.2008 - 13:00
Reinickendorfer Füchse - Spandauer SV 2:1 (2:0)





Bericht von Yiannis HD. Kaufmann

Trainer Backs nach Füchse-Sieg gegen Spandau adventlich milde gestimmt

Oberliga-Aufsteiger Reinickendorfer Füchse gewinnt am heimischen Freiheitsweg mit 2:1 (2:0) gegen den Spandauer SV 1894, der damit weiter auf dem letzten Tabellenplatz bleibt. Als zweifacher Torschütze zeichnete sich bei den Füchsen Kim Schwager aus (8./18.), der Anschlusstreffer für Spandau fiel in der 76. Minute.

In der Pressekonferenz nach Spielende war Christian Backs ungewöhnlich milde gestimmt und anscheinend schon der Adventszeit verpflichtet. Die eigenen Jungs waren eigentlich alle nicht so ganz doll in der Kritik – sind sie doch durchgehend noch sehr jung und im Schnitt stand heute die wohl jüngste Oberliga-Mannschaft auf dem Platz. Da wird dann beispielsweise das Versagen des manchmal überfordert wirkenden Murat Alagöz direkt vorm Tor nur etwas schräg belächelt und der Passgeber – in diesem Fall war es beim Stande von noch 2:0 für die Hausherren Mittelfeldmotor Erdil Kadir – rauft sich nach dem Spiel nicht ganz sprach-, aber fassungslos die Haare.

Das schon zur Halbzeit gültige 2:0 entsprang dabei zwei Aktionen von Fuchs Kim Schwager, der offensichtlich schwächere Partien aus den vergangenen Wochen ausgleichen wollte.

Beim 1:0 (8.) hatte er dabei das Glück, als Schlussmann einer schönen Kombination im Strafraum rechts vor dem Spandauer Kasten den Ball zu bekommen. Den hart und platziert aufs Tor gezielten Schuss konnte Torhüter Christian Bienko nie und nimmer halten.

Die Füchse ackerten in Erinnerung an die überflüssige und beschämende Niederlage vor Wochenfrist beim seinerzeitigen Tabellenletzten BFC Preussen aber engagiert weiter und konnten gegen die sich zwar tapfer wehrende, aber trotzdem manchmal eher an einen Hühnerhaufen erinnernde Spandauer Mannschaft immer wieder Chancen heraus spielen. Leider ebenso oft engagiert vertändelt und in Schönheit sterbend vor dem Spandauer Tor dem Eigensinn geopfert.

So brauchte es einen bravourös getretenen Super-Freistoß, den in der 18. Minute wiederum Kim Schwager zum 2:0 im Spandauer Tor versenkte. Aus schwerem Winkel und weit von rechts außen traf der Ball die Spandauer tief in die aufkeimenden Hoffnungen auf einen halbwegs zufriedenstellenden Spielverlauf.

Darum haderten denn auch Spandauer Offizielle nach Spielende mit dem Schicksal, denn solch‘ ein Jahrhundertschuss gelingt in der Oberliga nun mal nicht jeden Tag. Wie es der Name auch schon sagt ...

Aber angesichts des Halbzeitstandes kann man davon ausgehen, dass das grün-weiße Team in der Pause friedvoll um den mit zwei brennenden Kerzen geschmückten Kranz gesessen und Christian Backs wohl Gedichte vorgelesen hat.

Zumindest luden die Reinickendorfer nach Wiederanpfiff durch den durchwachsen agierenden Schiedsrichter Gordan Tremer (Beerfelde) eher zum adventlichen Tête-á-Tête, statt weiter auf Sieg zu spielen und das Torverhältnis signifikant zu verbessern.

Der an der Seitenlinie erstaunlich ruhige Christian Backs wartete dann auch bis zur 75. Minute, eher er den Angriffsbemühungen durch die Auswechslung Onur-Serhat Aktürk für Lutuf Dinc mehr Druck zu geben versuchte. In der damit wohl in den Köpfen der Füchse-Spieler entstandenen Systemverwirrung gab es dabei ein leichtes Gewusel vor dem Gehäuse von Thomas Dame – zwei Füchse standen irgendwie direkt auf der Linie und das damit aufgehobene Abseits brachte die Spandauer nach vorne. Möglicherweise war es ihr Auswechselspieler Rene Prado-From, möglicherweise auch ein Eigentor ... man streitet sich noch darüber ... aber in der 76. Minute stand es nur noch 2:1.

Die Spandauer witterten jetzt Morgenluft, denn auch bis zu ihnen hatte sich die Anfälligkeit der Füchse gegen vermeintlich schwächere Teams herum gesprochen.

Doch es blieb beim letztlich verdienten Sieg gegen die gar nicht so chancenlos auftretenden Spandauer, die nun leider doch tief drin stecken im berüchtigten Abstiegsstrudel. Der Ordnung halber sei auch noch ein weiterer Wechsel bei den Füchsen erwähnt: In der 85. Minute kam Patrick Baer bei den Füchsen auf den Platz und erlöste den im selbst entzündeten, jugendlichen Fegefeuer verglühenden Murat Alagöz ...

Ende gut – schon fast alles gut: Nächte Woche steht noch das Nachholspiel beim LFC Berlin an und dann geht es in die verdienten Winterferien. In denen nimmt man nicht nur am Turnier des BFC Dynamo (Sonntag, 4. Januar 2009) und dem traditionellen Hallen-Turnier der Berliner Regional- und Oberligavereine (Sonntag, 11. Januar 2009) teil, sondern erwartet u. a. am Samstag, 31. Januar 2009, am Freiheitsweg den Regionalligisten Türkiyemspor Berlin.


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