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Oberliga Nordost Nord 2008/09 - Spielbericht

5. Spieltag - Sonntag, 21.09.2008 - 14:00
Reinickendorfer Füchse - Tennis Borussia Berlin 0:2 (0:0)





Bericht von Yiannis HD. Kaufmann

Füchse verschießen Elfmeter - Tennis Borussia gewinnt im Fuchsbau

Man könnte anfangen, dass es im Berliner Superpokal mit Pokalsieger TeBe und einem 2:0-Auswärtserfolg beim Meister Reinickendorfer Füchsen einen verdienten Sieger gab. Ganz profan aber haben die Reinickendorfer Füchse als Aufsteiger in die Oberliga Nordost mit der Heimniederlage gegen Tabellenführer Tennis Borussia Berlin am fünften Spieltag einfach ihre erste Niederlage in der laufenden Saison eingefahren.

Vor 569 zahlenden Zuschauern und sicherlich fast 750 Besuchern insgesamt war es eigentlich durchgehend eine ziemlich unaufgeregte Partie, bei der sich speziell in der ersten Halbzeit beide Teams weitgehend neutralisierten.

Aymen Ben-Hatira und Michael Fuss als stürmerische Hoffnungsträger bei den Lila-Weißen aus dem Mommsenstadion wurden von der engagiert auftretenden Abwehr der Reinickendorfer Füchse konsequent gestört. Damit ging sehr viel vom TeBe-Angriffselan verloren und man war auf Einzelleistungen der Mitspieler angewiesen.

Diese Aktionen aber waren auch wieder nicht unbedingt von Erfolg gekrönt und so ging es weiterhin unaufgeregt in die Halbzeitpause, die vom sicheren Schiedsrichtergespann um Marcel Unnger aus Nordhausen nach sich wie Gummi ziehenden 45 Minuten endlich eingeläutet wurde.

Dabei soll nicht die Gedenkminute zu Anfang der Partie unerwähnt bleiben. Zu Ehren des nicht nur bei den Tribünen-Fraktionen noch bekannten, ehemaligen TeBe-Stürmerstars Horst Schmutzler, der in der vergangenen Woche überraschend verstorben ist, verstummte wirklich alles im Stadionrund am Freiheitsweg.

Halbzeit zwei begann mit der allgemeinen Erkenntnis, dass Tennis Borussia jetzt wohl mehr zeigen müsse, um sich den Platz an der Tabellensonne auch zu erhalten. Doch erst aus einem etwas unübersichtlichen Gestochere im Strafraum der grün-weißen Hausherren heraus gelang Gökhan Ahmetcik in der 58. Minute der Führungstreffer der Gäste.

Das änderte aber nichts an den weiterhin zu erkennenden Bemühungen des Aufsteigers, dem vermeintlich überlegenen Krösus der Liga – zumindest der Nordstaffel der Liga – doch noch ein Beinchen zu stellen. Beste Gelegenheit war dazu ein Elfmeter, der nach Trikotzupfen bei Fuchs Serhat Aktürk vom Schiedsrichter in Spielminute 68 konsequent gegen TeBe gepfiffen wurde.

Der als sicherer Schütze bekannte Engin Okatan lief an und semmelte seinen Schuss an die Querlatte – Torhüter Marc Stillenmunkes im Tor von TeBe war eigentlich schon geschlagen.

Fachkundige Besucher des Spieles meinten, schon vorab beim Anlauf des unglücklichen Schützen Haltungsprobleme erkannt zu haben. Letztlich war es egal, die Chance vertan.

Kurz darauf wechselte TeBe-Trainer Thomas Herbst aus und nahm den bis dahin überaus fleißigen Sebastian Ilic vom Platz – für ihn kam Benjamin Griesert auf das Feld. Er erwies sich als perfekter Joker und schaffte kurz nach seiner Einwechslung das letztlich schmeichelhafte, aber nicht unverdiente 2:0 für den alten und neuen Tabellenführer.

Unterm Strich kann festgehalten werden, dass sich Erfahrung und Cleverness einer professionell aufgestellten Mannschaft gegen den jugendlichen Elan, das motivierte Engagement eines perspektivisch sicher sehr starken Teams durchgesetzt haben.


Bericht von Hagen Liebing

TeBe bleibt weiter Spitze
Reinickendorfer Füchse - TeBe 0:2 (0:0)

Auch am fünften Spieltag blieb Tennis Borussia siegreich und verteidigte die Spitze mit einem hart umkämpften 2:0-Erfolg bei den Reinickendorfer Füchsen.

Eintracht herrschte bei dieser Partie nur kurz - man gedachte mit einer Trauerminute dem letzte Woche verstorbenen Altborussen Horst Schmutzler. Anschließend zeigte sich schnell, dass die konditionsstarken Gastgeber dem Offensivdrang der Veilchen bissig Paroli bieten wollten. TeBe machte das Spiel, Chancen bleiben auf beiden Seiten jedoch recht knapp und so verabschiedeten sich beide Teams trotz jeweils einer Riesenchance mit einem torlosen Remis in die Kabine.

Fünf Minuten lang versuchten dann die Füchse zu Beginn der zweiten Halbzeit ihrer Rolle als Gastgeber mit furiosem Angriffsspiel gerecht zu werden, was die Veilchen jedoch schnell in den Griff bekamen. Nach zunehmenden Chancen der Stürmer war es jedoch Defensivmann Gökhan Ahmetcik, der in der 59. Minute mit einem Gewaltschuss aus der zweiten Reihe für die Veilchenführung sorgte. Zehn Minuten später lag der Ausgleich in der Luft, doch ein Foulelfmeter von Okatan landete nicht im Borussen-Netz, sondern an der Latte. So konnte der kurz zuvor eingewechselte Benjamin Griesert in der 77. Minute für vollenden Tatsache sorgen und das verdiente 2:0 für Tennis Borussia markieren. Ein auch in den Augen von Füchse-Trainer Christian Backs verdienter Sieg.


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