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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

16. Spieltag - Sonntag, 21.11.2010 - 14:00
VfV 06 Hildesheim - TuS Heeslingen 1:1 (0:0)


Zevener Zeitung

Heeslingen verschenkt Sieg

VON SIEGBERT DEMMER

HILDESHEIM. Der TuS Heeslingen hat seine Erfolgsserie gestern zwar fortgesetzt und bleibt weiterhin ungeschlagen, doch zu einem Sieg reichte es beim VfV Hildesheim nicht. Nach 90 relativ durchwachsenen Minuten trennten sich beide Teams 1:1 (0:0). „Wir haben heute zwei Punkte liegen lassen und damit den Sprung ins obere Tabellendrittel verpasst“, ärgerte sich TuS-Trainer Torsten Gütschow nach dem Schlusspfiff.

Dass die Aufgabe auf dem schwer bespielbaren Platz nicht im Spaziergang zu lösen sein würde, zeigte sich bereits in den ersten Minuten. Zwar erspielte sich der TuS Heeslingen von Beginn an ein leichtes Übergewicht, doch wirklich zwingende Chancen wollten dabei nicht herausspringen. „Wir waren in den ersten 45 Minuten tonangebend, aber echte Möglichkeiten haben wir uns nicht erarbeitet. Die Partie spielte sich gewissermaßen zwischen den beiden Strafräumen ab“, so Heeslingens Co-Trainer Horst Lemke über die erste Hälfte.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das schlagartig. Nur 60 Sekunden nach dem Wiederanpfiff bediente Wojciech Bobrowski den gut postierten Nils Laabs, der sofort in den Hildensheim Strafraum marschierte und zwölf Meter vor dem Tor freie Bahn hatte. Obwohl sein Schuss in den rechten Winkel gepasst hätte, blieb dem Heeslinger ein Treffer verwehrt, denn VfV-Keeper Marco Pinkernelle bot all sein Können auf und lenkte das Leder gerade noch so eben zur Ecke. In der 57. Minute musste aber auch er sich geschlagen geben. Nach schönem Zuspiel von Nils Laabs erzielte Mirko Lippold mit einem sehenswerten Schuss die 1:0-Führung.

In der Folgezeit hätten die Gäste für die Vorentscheidung sorgen müssen. „Wir hatten die volle Kontrolle über das Spiel und hätten nur noch einen Treffer nachlegen müssen. Aber im Gegensatz zu den letzten Wochen fehlte uns heute die Entschlossenheit“, so Gütschow. Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einer Ecke entschied der Unparteiische Lars Becker plötzlich auf Strafstoß gegen den TuS. Das unverhoffte Geschenk ließ sich Marcel Goslar nicht entgehen und traf zum 1:1 (80.). „Der Elfer war ein Witz. Es ist schon schade, dass man aufgrund einer solchen Entscheidung ein Gegentor kassiert. Andererseits haben wir es versäumt, für die vorzeitige Entscheidung zu sorgen“, so Gütschow, dessen Team in den verbleibenden zehn Minuten nicht mehr in der Lage war, das Ruder noch einmal herumzureißen.

„Es wäre heute sicherlich mehr drin gewesen, aber es sollte eben nicht sein. Der Sprung ins obere Tabellendrittel ist damit um eine Woche verschoben. Sonntag spielen wir gegen Arminia Hannover und dann holen wir den nächsten Dreier“, so Gütschow selbstbewusst.


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