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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

2. Spieltag - Sonntag, 15.08.2010 - 15:00
VfV 06 Hildesheim - VfB Oldenburg 0:2 (0:1)


Hunte Report

Arbeitssieg im Hildesheimer Dauerregen

Von
Fabian Speckmann

Hildesheim. Der VfB Oldenburg hat die erste Auswärtshürde genommen. Tim Schwarz und Eike Noparlik trafen im Dauerregen zum 2:0-Sieg beim VfV Borussia Hildesheim. Vor 350 Zuschauern hätte der Sieg durchaus höher ausfallen können, doch die Oldenburger spielten ihre Konterchancen schlicht nicht clever genug aus.

Drei Wechsel hatte Trainer Torsten Fröhling im Vergleich zum Pokalspiel gegen den BSV Rehden vorgenommen. Im Tor stand erstmalig Mansur Faqiryar und Tim Petersen, in dieser Woche am Knie operiert, wurde in der Innenverteidigung durch Peer-Bent Wegener ersetzt. Der genesene Waldemar Kowalczyk durfte an Stelle von Philipp Schikora im zentralen Mittelfeld beginnen. Gemeinsam mit Alexander Nouri sollte er dem Oldenburger Spiel Struktur geben.

Selbiges gelang, wenngleich der VfB zu Beginn jenen Mangel offenbarte, den er bis zum Schlusspfiff nicht mehr ablegen konnte. Beim finalen Pass fehlte die Präzision und gegen den einen oder anderen Fernschuss auf äußerst rutschigem Geläuf hätte es zweifelsfrei auch keine griffigen Argumente gegeben.

Immerhin, der VfB bestimmte das Spiel und machte zumeist über die rechte Seite Druck. Die erste große Chance war indes einer Ecke geschuldet. Didier Webessie war mit dem Kopf zur Stelle, doch der aufmerksame Mike Wiedemann brachte noch einen Fuß an den Ball und verhinderte das 0:1 (15. Minute). Obschon der VfB häufiger am Ball war, blieben Chancen die Ausnahme. Hildesheim spielte zudem gut mit, zeigte sich bissig im Zweikampf und war ganz und gar nicht darauf bedacht, allein das eigene Tor zu verteidigen. Letzteres zeigte sich auch nach 23 Minuten. Die Oldenburger Abwehr konnte nicht klären und Marcel Goslar kam frei zu Schuss, zielte allerdings etwas zu hoch.

Tim Schwarz sollte es knappe sechzig Sekunden später besser machen. Ansatzlos zog der Oldenburger von der Strafraumgrenze ab und traf zum 0:1 (24.). Auch die nächste Szene gehörte den Gästen. Diesmal gab Schwarz den Vorbereiter, doch Eike Noparlik konnte die Vorlage nicht zum Torschuss nutzen (36.).

Hildesheim spielte weiterhin bemüht mit, konnte sich gegen die aufmerksame Oldenburger Abwehr aber nicht durchsetzen. Gleichwohl hätte der VfV noch vor der Pause ausgleichen können. Ein Freistoss von Drazen Ivankovic verfehlte das Ziel knapp (42.).

Es sollte die letzte wirklich gefährliche Aktion der Hildesheimer gewesen sein, denn auch nach dem Wechsel stand die Oldenburger Abwehr sicher und ließ keine echte Torchance der Gastgeber zu. Deren hatte der VfB hingegen gleich eine ganze Reihe und in Folge dessen das Spiel zwingend früher für sich entscheiden müssen. Doch wie schon zuvor waren die Oldenburger in den entscheidenden Szenen schlicht zu verspielt, ja fast bemüht, die Kugel regelrecht ins Tor zu tragen. Fernschüsse dagegen standen im zunehmenden Sprühregen weiterhin auf dem Index.

Nach einer knappen Stunde lag das Spielgerät dann doch im Hildesheimer Tor. Der sehr gute Schiedsrichter Ronald Schober verweigerte dem Treffer allerdings die Anerkennung, weil Torschütze Tim Schwarz im Abseits gestanden hatte. Zehn Minuten später hatte Schober dann nichts einzuwenden. Nach einer Ecke von Alexander Nouri konnte die Abwehr der Hildesheimer nicht klären und Eike Noparlik stocherte das Rund aus dem Gewühl heraus über die Linie (68.).

Dem durchaus möglichen dritten Oldenburger Tor stand in erster Linie der allzu deutlich ausgeprägte und bereits erwähnte Spieltrieb im Weg. Nicht selten wurde der schöne dem einfachen Pass vorgezogen, was sich nicht eben als effektiv erweisen sollte. Hildesheim blieb ein bemühter Spielpartner, war letztlich aber offensiv zu ungefährlich. Die letzte Chance des Spiels sollte schließlich Eike Noparlik vergeben. Über Tillmann Koch und Alexander Nouri war der Stürmer frei gespielt worden, hatte das Tor aber um wenige Zentimeter verfehlt.

Andreas Golombek, Trainer VfV Borussia Hildesheim: Der Sieg des VfB Oldenburg geht in Ordnung. Wir hatten sicher auch unsere Chancen und vor dem 0:1 machen wir auch einen Fehler, der nicht passieren darf. Oldenburg macht einfach weniger Fehler und deshalb stehen sie auch oben. Aber wir werden uns steigern und dann wird es auch schwieriger, hier zu gewinnen. Mit dem 0:2 war das Spiel dann entschieden. Ich wünsche dem VfB, dass er es in dieser Saison endlich packt, denn in der Regionalliga spielen Mannschaften, die sicher schwächer sind als Oldenburg.

Torsten Fröhling, Trainer VfB Oldenburg: Es war ein Arbeitssieg und man hat gesehen, dass wir noch einiges besser machen können. Ich denke, wir haben zum Beispiel zu selten geschossen. Allerdings war der Sieg auch nie gefährdet, wenngleich wir das zweite Tor früher nachlegen müssen. Ich wünsche Hildesheim Glück, das ist eine sehr interessante und talentierte Mannschaft.


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