Kopfgrafik


Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

25. Spieltag - Samstag, 05.03.2011 - 18:00
BV Cloppenburg - Teutonia Uelzen 3:2 (0:2)





Nordwest Zeitung
BVC wendet Heimblamage gegen Uelzen noch ab
FUßBALL Cloppenburg siegt 3:2 – Fans sorgen mit rassistischen Sprüchen für Eklat

CLOPPENBURG/BVK - Viel hätte nicht gefehlt und die Oberliga-Fußballer des BV Cloppenburg hätten die Serie 2010/11 schon 17 Spieltage vor Schluss abhaken können. 2:0 lag der Vorletzte Teutonia Uelzen am Sonnabend zur Pause vorne. Dank eines Kraftaktes hatten die Cloppenburger am Ende dann doch erwartungsgemäß – wie schon im Hinspiel – die Nase mit 3:2 vorne.

Vor der Minuskulisse von 243 Zuschauern fanden die Cloppenburger im ersten Durchgang bis auf zwei Ausnahmen nicht statt. Zunächst patzte BVC-Torhüter Stefan Tilling. Er ließ einen harmlosen Schuss Pietro Papas nach vorne prallen. Uelzens Torjäger Danny-Torben Kühn schob den Ball ins Netz (8.).

Vollends aus dem Ruder zu laufen schien die Partie nach 28 Minuten. Anstatt den Ball per Kopf auf Tilling zu passen, fabrizierte Robin Huisman de Jong eine Kerze. Die Bestrafung folgte prompt. Mazan Moslehe schoss aus 14 Metern ein. „Warum weiß ich nicht. Auf jeden Fall haben wir viel zu wenig investiert. Die Körpersprache hat völlig gefehlt“, kritisierte BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz.

Dieser nahm zur Überraschung der Zuschauer zum zweiten Durchgang personell keine Änderungen vor. Trotz Kopfschütteln auf der Tribüne sollte sich Klütz’ Beharrlichkeit auszahlen. Clopppenburgs bestem Spieler Leo Baal gelang in der 48. Minute das 1:2. „Das Tor hat uns den nötigen Schub gegeben“, stellte Klütz fest.

Uelzen zog sich immer weiter zurück, und der BVC spielte schnörkelloser. Dennoch schien den Gastgebern die Zeit davonzurennen. Dann reichte es doch noch zum doppelten Schlussakkord. Kapitän Christian Willen glich nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus (78.). Keine zwei Minuten später machte Andre Kaiser nach einer erstklassigen Vorarbeit Leo Baals den Erfolg perfekt. Selbst ein höheres Resultat war noch drin. Doch Jonas Wangler und Robert Römer ließen nach Kontern dicke Chancen aus.

Für einen Eklat sorgten indes einige Zuschauer. Diese hatten mit rassistischen Sprüchen die Auswechslung des dunkelhäutigen Lincoln Assinouko gefordert. „Kommt so etwas nochmals vor, werde ich auf die Tribüne klettern,“ verurteilte Klütz diese Aktion scharf.


Allgemeine Zeitung Uelzen
Das Kreuz mit den Schlussphasen

Von Bernd Klingebiel

Cloppenburg/Uelzen – Die erste Niederlage unter Trainer Ralf Sievers nach zuvor drei Unentschieden fiel besonders bitter aus für Teutonia Uelzen. Der Fußball-Oberligist führte am Samstagabend unter Flutlich in der Arena Oldenburger-Münsterland beim klar favorisierten BV Cloppenburg zur Pause hochverdient schon mit 2:0 – und verlor durch ein frühes und zwei späte Tore nach dem Seitenwechsel doch noch mit 2:3. Sievers war als Seelentröster gefordert: „Die Köpfe hängen.“

Der Knock-out in der Schlussphase verdeutlichte einmal mehr: Die Mannschaft kann gegen die Großen der Liga durchaus mithalten, aber eben nicht über 90 Minuten. Zu unterschiedlich sind die Trainings- und damit physischen Voraussetzungen. Sievers: „In der zweiten Halbzeit fehlten Dampf und Drive.“ Und zu unterschiedlich sind die personellen Ressourcen. Sievers wechselte mangels Alternativen in der Schlussphase auch Markus Börngen nach dessen Gehirnerschütterung ein, ohne ihn vor der Partie wirklich auf dem Zettel gehabt zu haben.

Teutonia begann furios, führte nach neun Minuten durch einen Treffer von Danny-Torben Kühn, der den Ball nach einem abgewehrten Schuss von Pietro Papa versenkte. Der in allen Mannschaftsteilen stark aufspielende Abstiegskandidat setzte nach. Mazan Moslehe erhöhte in seinem zweiten Einsatz für die Uelzener mit seinem ersten Saisontor auf 0:2 (28.). Der Neuzugang, am Ende ausgelaugt von Norman Arndt ersetzt, harmonierte mit Kühn. Beim Seitenwechsel waren die Gastgeber mit dem Ergebnis noch gut bedient, erklärte Teutonias Co-Trainer Mario Drewes. Sievers: „Das war unsere beste erste Halbzeit bisher.“

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel aber verkürzte Christian Willen für die Gastgeber zu einem günstigen Zeitpunkt. Der BVC entwickelte viel Druck, blieb aber fast ohne Torchancen. In der 69. Minute rettete ein Uelzener Abwehrbein auf der Torlinie, ein strammer Schuss von Alexander Baal, ein paar Eckbälle noch, das war’s. Bis in die Schlussphase hinein hielten die Uelzener dem Ansturm stand, ehe die Beine schwer und schwerer wurden und ein Doppelschlag von Willen und Andre Kaiser sie innerhalb von 60 Sekunden auf die Bretter schickte – 3:2!


Zurück Zurück





Startseite Impressum Kontakt