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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

25. Spieltag - Sonntag, 06.03.2011 - 15:00
TuS Heeslingen - Eintracht Nordhorn 4:1 (3:0)


Zevener Zeitung
Heeslinger in Höchstform
TuS feiert souveränen 4:1-Erfolg gegen Nordhorn - „So stelle ich mir modernen Offensivfußball vor“

VON SIEGBERT DEMMER

HEESLINGEN. Der Fußball-Oberligist TuS Heeslingen hat sich nach der 2:3-Auswärtspleite in Northeim eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Elf von Torsten Gütschow feierte gestern einen souveränen 4:1-Erfolg gegen den Tabellenfünften Eintracht Nordhorn und verbesserte sich damit auf den 7. Platz. Vor 460 Zuschauern war Daniel Grimm der Spieler des Tages: Heeslingens Stürmer steuerte zwei Treffer bei und bereitete ein weiteres Tor vor.

Angesichts der gelungenen Heimvorstellung war Gütschow rundum zufrieden. „Insbesondere in den ersten 45 Minuten hat meine Mannschaft in jeder Beziehung überzeugt und eine tolle Leistung abgeliefert. So stelle ich mir modernen Offensivfußball vor.“

Gütschow hatte vor dem Spiel in die Trickkiste gegriffen und im Defensivbereich einige Veränderungen vorgenommen. So rückte Björn Mickelat ins Mittelfeld, Matthias Kirsch agierte als rechter Verteidiger, während Thomas Johrden in die Rolle des Linksverteidigers schlüpfte. Zudem übernahm Janis Müller den Job als „Ausputzer“ vor der Abwehr.

Die Maßnahmen zahlten sich aus. Heeslingens Abwehr war von der ersten Sekunde an sattelfest wie lange nicht mehr. Hinzu kam, dass Spieler wie Müller oder Mickelat auf ihren Wunschpositionen zur Höchstform aufliefen und großen Anteil daran hatten, dass ihr Team eine erstklassige Leistung ablieferte und den Heeslinger Fans einen sehenswerten Fußballnachmittag bescherten.

Und weil die Gastgeber an diesem Tag eine schlagkräftige Einheit bildeten, ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Nach genau einer Viertelstunde hatten die Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, doch zunächst scheiterten Daniel Grimm und Nils Laabs an Andre Langer, der zu den Besten im Team der Nordhorner gehörte und mit tollen Paraden einen noch deutlichere Niederlage verhinderte. In der 29. Minute war aber auch er geschlagen. Zunächst konnte er einen Schuss von Müller aus acht Metern entschärfen, doch den anschließenden Nachschuss von Grimm konnte er nicht parieren und musste erstmals in dieser Partie hinter sich greifen. Nur drei Minuten später war Nordhorns Keeper abermals geschlagen. Nach einem schönen Angriff traf Laabs aus spitzem Winkel zum 2:0. Für die Vorentscheidung sorgte dann abermals Grimm, der nach schöner Flanke von Mickelat per Kopf zum 3:0 traf (43.).

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte der TuS das halbe Dutzend vollmachen können, denn bis zur 60. Minute vergaben Laabs und Co. mehrere hochkarätige Konterchancen. Wie so oft folgte die Strafe auf dem Fuße. Die Gäste aus der Grafschaft Bentheim, die in den ersten 45 Minuten nicht eine einzige echte Torchance hatten, nutzen die erste Kontermöglichkeit der zweiten Halbzeit zum 1:3-Anschlusstreffer durch Cihan Bolat (62.). Damit hatte der Tabellenfünfte aber sein Pulver verschossen. Zwar waren die Gäste weiter bemüht, Druck zu machen, doch wirklich zwingend waren die Aktionen nicht. Hinzu kam, dass man die Defensivarbeit viel zu sehr vernachlässigte und damit anfällig für Heeslinger Konter war.

Und davon erspielten sich die Platzherren mehr als genug. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Thomas Johrden nach klugem Zuspiel von Laabs eiskalt aus und erzielte zwölf Minuten vor Schluss den Treffer zum 4:1-Endstand. „Ich weiß nicht, wie die Partie gelaufen wäre, wenn Nordhorn noch einen nachgelegt hätte. Insofern war das Tor von Thomas Gold wert, denn danach war die Partie endgültig entschieden“, so Gütschow. „Wir haben den ersten Dreier eingefahren und freuen uns jetzt auch das Spiel in Langenhagen.“

Sehr zufrieden war auch der zweifache Torschütze. „So macht Fußball natürlich richtig Spaß. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und den Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das Gegentor hätte nicht passieren dürfen, aber nach dem 4:1 war das Spiel endgültig gelaufen“, sagte Daniel Grimm nach dem Schlusspfiff.


Grafschafter Nachrichten
SV Eintracht hat das Siegen verlernt
1:4-Niederlage beim TuS Heeslingen – Drei Gegentore kurz vor der Pause

Mit drei Toren zwischen der 29. und 43. Minute sorgte der Fußball-Oberligist TuS Heeslingen frühzeitig für eine Vorentscheidung. Für einen Sieg kam das Nordhorner Rumpfteam aber von Beginn an nicht in Frage.


gn Heeslingen. Im Monat Februar haben die Oberliga-Fußballer von Eintracht Nordhorn in vier Spielen gerade einmal einen Punkt geholt, und auch der März lässt sich bislang für die Truppe von Trainer Shefqet Lajci nicht gut an: Bei der 1:4 (0:3)-Niederlage beim TuS Heeslingen kamen die Nordhorner zu keinem Zeitpunkt für einen Sieg in Frage.

Gegen bärenstarke Gastgeber erspielten sie sich in der ersten Halbzeit nicht eine einzige echte Torchance. Die erste Kontermöglichkeit nach der Pause nutzte der eingewechselte Cihan Bolat – zu diesem Zeitpunkt lag sein Team aber schon 0:3 zurück. „Der Sieg des TuS Heeslingen geht in Ordnung“, sagte Eintracht-Trainer Shefqet Lajci, der mit den Bodenverhältnisse nicht einverstanden war: „Ein reguläres Spiel war auf dem Platz kaum möglich.“

Bei dem durch Sperren und Verletzungen personell arg geschwächten SV Eintracht rückten Nils Höting, Bertino Nacar und erstmals auch Leo Homann in die Startelf. Es spielte aber vor allem der Gastgeber: Nach einer Viertelstunde hatten die rund 460 Zuschauer in Heeslingen den ersten Torschrei auf den Lippen, doch Daniel Grimm und Nils Laabs scheiterten an André Lange; der Torwart gehörte noch zu den Besten im Nordhorner Team und verhinderte mit tollen Paraden eine noch deutlichere Niederlage.

In der 29. Minute war aber auch er geschlagen: Einen Torschuss von Janis Müller aus acht Metern konnte Lange noch entschärfen, beim Nachschuss von Daniel Grimm aber war er machtlos. Mehr noch: Bis zum Pausenpfiff kassierte er zwei weitere Treffer. „In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir modernen Offensivfußball vorstelle“, lobte TuS-Trainer Torsten Gütschow. Und auch nach der Pause blieb sein Team gefährlich: Bis zur 60. Minute vergab der TuS gleich mehrere hochkarätige Konterchancen. So hätten die Heeslinger das halbe Dutzend vollmachen können, ehe Eintracht-Stürmer Bolat in der 62. Minute auf 1:3 verkürzte.

Nach dem Tor waren die Nordhorner durchaus bemüht, Druck zu machen, doch zwingend waren die Aktionen nicht. Für die Entscheidung sorgte Thomas Johrden mit dem 4:1 zwölf Minuten vor dem Abpfiff. „Ich weiß nicht, wie die Partie gelaufen wäre, wenn Nordhorn noch einen nachgelegt hätte. Insofern war das vierte Tor Gold wert“, meinte Gütschow.


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