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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

25. Spieltag - Sonntag, 06.03.2011 - 15:00
Goslarer SC - Eintracht Northeim 1:1 (1:1)


Goslarsche Zeitung
GSC nur 1:1 gegen Northeim: Kraut und Rüben auf dem Acker

Von Frank Saigge

Der Goslarer SC 08 bleibt im Jahr 2011 ungeschlagen. Allerdings reichte es am Sonntag in der S-Arena am Osterfeld gegen den Abstiegskandidaten Eintracht Northeim nur zu einem 1:1 (1:1). Dennoch war es in Anbetracht des Spielverlaufs und der überaus schwachen Leistung der Gastgeber, die lediglich per Foulelfmeter zu einem zählbaren Erfolg kamen, eher ein gewonnener Punkt für sie.

Denn vor allem die ersten 20 Minuten auf dem holprigen, von einer dünnen Matschschicht bedeckten Platz ließen Erinnerungen an die verkorksten Auftaktphasen der Hinrunde wach werden. Da wirkte alles pomadig und träge, planlose Spieleröffnung, ungenügendes Zweikampfverhalten. Vielleicht doch eine Kopfsache gegen einen Gegner, den man in der Hinrunde zweimal auf dessen Platz glatt bezwungen hatte.

„Das war katastrophal, wie wir uns da gezeigt haben“, meinte Trainer Manfred Wölpper, „aber man hat auch gesehen, dass deren gute Ergebnisse nicht von ungefähr kommen.“ In der Tat präsentierten die Gäste eine breite Brust, obwohl sie kurz vor Spielbeginn eine Hiobsbotschaft erreicht hatte. Der Vater von Trainer Lutz Lillig war am Vormittag verstorben. Am Rand coachte Teammanager Hartmut Denecke.

Eigentlich mussten die Northeimer schon nach drei Minuten in Führung gehen, als Mehdi Mohebieh nach einem Aussetzer von Alexander Scheinpflug aus wenigen Metern den Ball nicht im Goslarer Tor unterbrachte. Der forsche Auftakt wurde dann aber doch belohnt, als Muhamed Alawie eine ungestörte Kombination über die linke Angriffsseite mit dem 0:1 krönte.

Wölpper nahm dann auch schon nach 26 Minuten den neben sich stehenden Scheinpflug vom Feld, und der GSC erzwang so nach und nach einen optischen Gleichstand. So etwas wie Torgefahr entstand aber praktisch nur bei Standards. Der glückliche Ausgleich fiel auch nach einem neuerlichen Freistoß, als André Hofer in einem Gewühl am Fuß getroffen wurde.

Nach dem Wechsel war der GSC dann zwar feldüberlegen, ohne aber den Druck aufbauen zu können, der notwendig gewesen wäre, um die Northeimer Abwehr auszuhebeln. Auf dem Acker spielte das Mittelfeld Kraut und Rüben.

Eine solche Chance, wie sie Alawie in der 72. Minute hatte, als er nach einem Konter völlig frei vor Nico Lauenstein auftauchte, hatten die Goslarer nicht. Auch einen solch gefährlichen Schuss wie Marcel Braun, den Lauenstein mit einer weiteren Glanzparade zunichte machte (76.), brachten sie nicht zustande. Insofern konnte Wölpper zwar nicht mit der Leistung zufrieden sein, aber zumindest mit dem Ergebnis. Immerhin könnten sich nun die Spieler, die seit Wochen die Bank drücken, wieder mehr Hoffnung machen.


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