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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

35. Spieltag - Sonntag, 15.05.2011 - 17:00
TuS Heeslingen - VfV 06 Hildesheim 0:1 (0:0)


Zevener Zeitung
Aufholjagd bleibt erfolglos

VON SIEGBERT DEMMER

HEESLINGEN. „Im Moment läuft bei uns nicht mehr allzu viel zusammen. Die Mannschaft hat zwar Moral bewiesen und bis zur letzten Sekunde gekämpft, aber geholfen hat es uns heute nicht“, so Heeslingens Coach Torsten Gütschow nach der 0:1-Niederlage gegen den VfV Hildesheim. Die Elf von Andreas Golombeck war keinesfalls das bessere Team, aber im Gegensatz zu den Platzherren wussten die Gäste eine ihrer wenigen Chancen zu nutzen und siegten deshalb am Ende auch nicht unverdient mit 1:0 (0:0).

Bezeichnenderweise leisteten die Heeslinger im entscheidenden Moment sogar kräftige Schützenhilfe. Bei einer eigentlich harmlosen Flanke leitete Björn Dreyer mit einer verunglückten Kopfballabwehr die beste Chance der Hildesheimer ein. Statt die Situation zu entschärfen, köpfte er das Leder praktisch vor die Füße von Omar Fahmy, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und das 1:0 für Hildesheim erzielte (57.).

Gemessen an den Spielanteilen war die Führung noch nicht einmal unverdient, denn die ersten 45 Minuten waren sehr gleichmäßig verlaufen. Die offensiv ausgerichteten Heeslinger hatten in der Anfangsphase zwar gute Möglichkeiten durch Oliver Gerken, Nils Laabs und Mirko Lippold, doch auf der anderen Seite stand TuS-Keeper Peter Bardehle ebenfalls mehrfach im Brennpunkt, so dass es zur Halbzeit durchaus 2:2 hätte stehen können.

Stattdessen aber wurden torlos die Seiten gewechselt. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gäste deutlich mehr vom Spiel. Während die Heeslinger in der Offensive zu harmlos waren, waren die Hildesheimer bei Kontern stets gefährlich und deckten schonungslos die Schwächen in der TuS-Abwehr auf. Und die hatte ohne Jan Koch mehr Abstimmungsprobleme als ihr lieb sein konnte.

Nach dem Rückstand nach knapp einer Stunde besann sich der TuS aber auf alte Tugenden und fand über den Kampf wieder zurück ins Spiel. Torsten Gütschow setzte alles auf eine Karte und schickten mit Rafail Asbuchanow und Björn Mickelat zwei frische Kräfte ins Rennen.

Die Offensivtaktik blieb nicht ohne Wirkung. Ab der 70. Minute zog der TuS Heeslingen ein regelrechtes Powerplay auf und drängte mit aller Macht auf den Ausgleich. Allerdings offenbarten die Platzherren erneut ihre Schwächen im Abschluss. Ob Daniel Grimm, Sead Kucevic, Björn Mickelat oder Nils Laabs – sie alle hatten den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, doch bekamen das Runde einfach nicht in das Eckige.

„Ich glaube, ihr hättet heute sogar noch einen Elfer bekommen können und hättet ihn nicht genutzt“, meinte der Hildesheimer Coach nach dem Schlusspfiff und einer ganzen Serie ausgelassener Chancen und stellte folgerichtig fest: „Wenn man solche Chancen auslässt, darf man sich eigentlich nicht beschweren, wenn man am Ende verliert.“

Torsten Gütschow konnte dem nur beipflichten: „Im Fußball zählen nun mal die Tore und im Moment ist in der Offensive einfach der Wurm drin. Wir haben kaum Alternativen und müssen mit der Situation fertig werden. Ich hatte heute einen Sieg fest eingeplant. Dieses Vorhaben ist fehlgeschlagen. Jetzt müssen wir uns die fehlenden Punkte am kommenden Wochenende holen“, so Gütschow, der Gerüchten, nach denen der TuS die Spiele gegen Lüneburg nur halbherzig angehen will, um den Abstieg des Kehdinger Rivalen Drochtersen/Assel endgültig zu besiegeln, eine klare Absage erteilt. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich jedes Spiel gewinnen will. Für mich ist es selbstverständlich, dass wir in den Spielen gegen Lüneburg noch einmal alles geben“, so Gütschow.


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