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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

4. Spieltag - Sonntag, 29.08.2010 - 17:30
TSV Ottersberg - FC Hansa Lüneburg 0:0


Verdener Aller Zeitung

Tim Eggert hält den Punkt fest
TSV Ottersberg gestern Abend 0:0 gegen starken FC Hansa Lüneburg / „Bringt uns nicht viel weiter“

Von Frank von Staden

OTTERSBERG · Vierter Anlauf, zweiter Punkt für Fußball-Oberligist TSV Ottersberg. So erkämpfte sich das Team von Coach Axel Sammrey gestern Abend ein letztlich nicht unverdientes 0:0 gegen einen FC Hansa Lüneburg, der spielerisch zwar mehr zu bieten hatte, sich aber letztlich an einer starken grün-weißen Abwehr und nicht zuletzt an Keeper Tim Eggert die Zähne ausbiss.

Vor allem in der Schlussphase, als beide Teams so langsam das Visier hochklappten und mehr als nur einen mageren Zähler wollten, avancierte der Schlussmann zum Turm in der Schlacht. So konnte er in der 70. Minute gegen den ungemein starken Dennis Tornieporth, gegen den Marco Wahlers so seine liebe Mühe und Not hatte, klären, hatte dann aber auch Sekunden später das Glück des Tüchtigen, dass der Nachschuss von Felix Beck in die Wolken ging. Noch bravouröser seine Glanztat dann zehn Minuten später. Diesmal setzte der hoch aufgeschossene Eugen Krasnikov zum Kopfball an, doch gerade noch so eben fischte der TSV-Keeper das Sportgerät aus dem unteren Eck. Und als er dann auch kurz vor dem Abpfiff seinem frei durchbrechenden Namensvetter Pascal Eggert den Zahn zog (89.), hatte der Blondschopf aufregende 20 Schlussminuten hinter sich. Allerdings noch nicht ganz. Denn Sekunden vor dem Abpfiff hatte Alexander Neumann gar den Siegtreffer für den TSV Ottersberg vor Augen. Sein Schuss wurde aber gerade noch von Stephan N’Kok übers Gehäuse abgelenkt.

TSV-Coach Axel Sammrey wusste nach dem Abpfiff nicht so recht, wie er dieses Remis werten sollte, konstatierte in strömendem Regen: „Im Grunde bringt uns dieser Punkt nicht weiter. Doch in dieser Liga bekommt man nichts mehr geschenkt. Wir müssen uns jeden Zähler hart erarbeiten. Und Fehler werden noch brutaler bestraft als noch in der abgelaufenen Saison!“

Hart arbeiten mussten beide Teams tatsächlich von Beginn an. Denn der wasserdurchtränkte Boden zehrte schon arg an den Kräften. Was bei den Gastgebern aber erneut auffiel: Es fehlte einer im Mittelfeld, der die Fäden ziehen kann. Vorgesehen ist dafür eigentlich Mahmut Aktas, doch der konnte auch gestern nicht unter Beweis stellen, dass er das Zeug hat, einen Sören Seidel vergessen zu machen. Während die Lüneburger ganz ansehnlich den Ball laufen ließen, wurde auf Ottersberger Seite die schnelle Variante von Abwehr in den Angriff gewählt: Hohe, lange Bälle. Und die wussten die körperlich unterlegenen Lars Behrens sowie Alexander Neumann gegen eine kompromisslos zu Werke gehende Hansa-Verteidigung nur selten zu verarbeiten. So hatten die Platzherren im ersten Abschnitt auch nur eine nennenswerte Chance, doch die war hochprozentig. Nach feinem Aktas-Zuspiel scheiterte Neumann freistehend an Hansa-Keeper Alexander Walter (82.).

Nach der Pause kamen die Grün-Weißen dann spielerisch auf, dominierten 15 Minuten klar die Partie. Mehr als ein verzogener Schuss von Neumann (47.) sowie ein Gewaltschuss von Marco Wahlers knapp neben den Kasten (49.) sprang aber letztlich nicht heraus. Da die Lüneburger in der Schlussphase dann nicht konsequent zupackten, mussten sie dann auch mit dem vierten Remis im vierten Spiel zufrieden sein.


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