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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

4. Spieltag - Sonntag, 29.08.2010 - 15:00
Goslarer SC - SV Drochtersen/Assel 3:2 (0:2)


Goslarsche Zeitung

GSC 08 nach 0:2 noch 3:2 gegen SV Drochtersen/Assel

Von Frank Saigge

Riesengroß war er, der Stein, der beim Abpfiff fiel. In den letzten zehn Minuten riss der Goslarer SC 08 ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer und feierte mit dem 3:2 (0:2) gegen den SV Drochtersen/Assel den ersten Saisonsieg.

„Das war so enorm wichtig für die Moral“, jubelte Trainer Manfred Wölpper, der nach dem unglücklichen Verlauf der ersten Halbzeit schon alle Felle davonschwimmen sah. Denn schlimmer konnte es für die Gastgeber tatsächlich nicht laufen. Die ersten beiden Bälle, die Nico Lauenstein aufs Tor bekam, waren drin. Erst ließ sich Alessandro Caruso auf der linken Abwehrseite von Benjamin Zielke wie ein Anfänger vernaschen, und die Eingabe beförderte Benjamin Tillack aus kurzer Entfernung über die Linie. Beim 0:2 schoss Daniel Gröne den gerade eingewechselten Martin Pett an, und von dessen Arm wurde der Ball unhaltbar abgefälscht. Anderthalb Chancen, zwei Tore, effektiver geht es wohl nicht.

Bei den optisch überlegenen Goslarern wurden in diesem Abschnitt die fehlende Durchschlagskraft, die Defizite im Abschluss erneut offenbar. Marc Bormann, mit ganz starker erster Hälfte, scheiterte aus kurzer Entfernung an Gästekeeper Christoffer Schellin (8.), Suri Ucar versiebte zweimal in günstiger Position (27. und 34.).

Nur wenige mochten bei diesem Verlauf noch an ein glückliches Ende glauben, da die Gäste nach der Pause zunächst sogar dem 0:3 näher waren. „Da waren wir absolut souverän“, so Vorsitzender Rigo Gooßen, der dann aber mit ansehen musste, wie das Anschlusstor von Ihsan Kalkan, der eine Flanke des eingewechselten Tezcan Karabulut einköpfte, neue Lebensgeister beim GSC weckte. Die wurden vollends wach, als Alexander Martens, Abräumer vor der Gästeabwehr, in der 77. Minute Gelb-Rot sah. „Das durfte nicht passieren. Das war spielentscheidend“, so Gooßen.

Just in dieser Minute hatte Wölpper erneut ein glückliches Händchen, als er André Hofer für den zunächst als einzige Spitze agierenden, glücklosen Filip Sajbidor brachte. Der Österreicher sah zwar kurz darauf gleich Gelb, setzte sich aber dann nach einem Pass von Marcell Takacs endlich einmal energisch im gegnerischen Strafraum durch und wuchtete den Ball über die Linie.

Nur vier Minuten später dann die Entscheidung, abermals durch einen Trick. Karabulut holt mal wieder einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus, Steve Ridder führt aus, legt auf den in der Mauer stehenden Ucar ab, und ausgerechnet er, dem bis dahin so gut wie nichts gelungen ist, dreht sich aus der Mauer heraus und vollendet zum 3:2. „Wir haben es halt ein bisschen spannender gemacht“, durfte er dann hinterher augenzwinkernd erklären.


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