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Oberliga Niedersachsen 2010/11 - Spielbericht

9. Spieltag - Sonntag, 03.10.2010 - 15:00
Eintracht Nordhorn - TuS Güldenstern Stade 4:2 (3:0)


Grafschafter Nachrichten

Nach der Pause ist der Wurm drin
Eintracht müht sich zu 4:2-Sieg gegen Schlusslicht TuS Güldenstern Stade

Nach einer starken ersten Halbzeit mit drei Toren und hochkarätigen Chancen gerieten die Spieler von Eintracht-Coach Shefqet Lajci urplötzlich aus dem Tritt. Stade verkürzte auf 2:3, der Sieg ging letztlich aber verdient an die Gastgeber.

Von Martin Lüken - Nordhorn. Fußball-Oberligist Eintracht Nordhorn hat gestern gegen TuS Güldenstern Stade den neunten Saisonsieg eingefahren und rückte vor dem Derby am kommenden Wochenende beim SV Meppen auf den fünften Tabellenplatz vor. Mit 19 Zählern haben die Grafschafter zurzeit nur noch drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter BV Cloppenburg. Beim 4:2 (3:0)-Erfolg gegen das Schlusslicht gerieten die Nordhorner nach einer starken ersten Halbzeit mit drei Toren und einigen hochkarätigen Chancen urplötzlich aus dem Tritt. Die Stader verkürzten auf 2:3 und hatten sogar zwei gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen.

Am Spielausgang gab es letztlich aber nichts zu deuteln, beide Trainer stuften den Erfolg der Gastgeber als verdient ein. Allerdings stellte Güldenstern-Coach Martin König fest: „Wir hatten zwei Chancen, das 3:3 zu erzielen. Das zählt im Fußball, egal wie es zustande kommt.“ Da Patrick Klee (68., aus kurzer Distanz drüber) und Maik von Huffel (72., scheitert an Lange) den Ball jedoch nicht im Tor unterbrachten, kippte die Partie nicht.

Eine Wende hatte vor dem Wechsel ohnehin wohl kaum einer der Zuschauer im Eintracht-Stadion erwartet. Nachdem die Stader zu Beginn einige zarte Offensivbemühungen angedeutet hatten, übernahmen die Nordhorner komplett das Kommando. „Das waren 20 Minuten Tiefschlaf, Nordhorn hat uns an die Wand gespielt“, sagte Stades Trainer König, der konstatierte, seine Mannschaft hätte bis zur Pause auch höher als 0:3 in Rückstand geraten können. Und er hatte Recht: Nach dem Doppelpack von Eintracht-Kapitän Herion Novaku zur 2:0-Führung (23., 26.) jagte Bertino Nacar den Ball ans Lattenkreuz (32.), ehe Vargin Der (34.) und Steve Sam (35.) gute Möglichkeiten ausließen. Sam, der den Ball aus acht Metern am Tor vorbei geschossen hatte, zeigte sich vier Minuten später treffsicherer und stellte mit einem Rechtsschuss ins lange Eck den 3:0-Pausenstand her.

„In der ersten Halbzeit war das die beste Leistung in dieser Saison“, meinte Eintrachts Mittelfeldspieler Kevin Thiel, der TuS-Akteur Hannes Schulz auf seinem Weg zum 1:3-Anschlusstor in der 54. Minute nicht aufhalten konnte. Schulz jagte den Ball mit einem Sonntagsschuss in den Winkel. Weil Maik von Huffel wenig später zum 2:3 einköpfen konnte, wurde es noch einmal eng in einer Partie, in der die spannendste Frage zuvor die nach der Höhe des Eintracht-Sieges gewesen war. „Dann hat man auf einmal Action“, beschrieb Kevin Thiel die Phase, in der die Gäste ihre beiden Ausgleichschancen hatten.

Eintracht bekam erst in der Endphase wieder Struktur ins Spiel. Den ersten Torversuch der Nordhorner nach der Pause unternahm Thiel, der in der 81. Minute über das Gehäuse köpfte. Nach weiteren guten Chancen sorgte Novaku mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit für das 4:2 – die Entscheidung.

„Der Sieg war verdient“, sagte Eintracht-Trainer Lajci, der den Bruch im Spiel seiner Mannschaft auch auf die verletzungsbedingten Auswechslungen seiner Mittelfeldspieler Zoran Milosevic und Dennis Thüroff zurückführte. „Etwas sind wir auch selbst schuld, wir haben zu viel gewechselt“, sagte Lajci. Sein Kollege Martin König hatte die zweite Hälfte für sein Team zur Charakter- und Moralfrage erklärt. Trotz der Möglichkeiten zum Ausgleich war ihm klar, dass die Partie auch anders hätte laufen können. König: „Wenn man in Nordhorn ein 0:3 zur Pause hat, kann auch etwas Großes passieren.“


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