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Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht

10. Spieltag - Samstag, 08.10.2011 - 14:00
Eintracht Braunschweig II - VfB Oldenburg 0:0





Hunte Report

Die Null steht hinten und vorne

Von Fabian Speckmann

Braunschweig. Drei Tage nach dem 1:3 in Osnabrück hat der VfB Oldenburg wieder in die Spur gefunden. Vor 500 Zuschauern erspielten sich die Blauen gestern ein torloses Unentschieden bei Eintracht Braunschweig II und waren damit am Ende auch zufrieden.

Timo Ehle hatte auf den „katastrophalen Auftritt“, wie er selbst sagte, reagiert und seine Elf auf mehreren Positionen umgestellt. Mehmet-Ali Fidan, Abdullah Bastas, Mehmet Ari, Julian Harings und Neuzugang Julian Lüttmann standen in der Startelf. Sebastian Ferrulli, Fabian Burdenski, Jascha Stern und Sebastian Gruhle saßen dagegen draußen. Alexander Dreher wird heute Nachmittag mit der U23 in Bad Rothenfelde spielen. Ehle hatte die Mannschaft aber nicht nur in personeller Hinsicht verändert. Mit gleich fünf offensiven Spielern und der Rückkehr zum 4-4-2-System wollte er die spielerische Komponente beleben. Das gelang allerdings nur bedingt.

Die Eintracht, die vom spielfreien Wochenende ihrer Profis profitierte und gleich sieben Akteure aus dem erweiterten Zweitliga-Kader aufgeboten hatte, war die optisch überlegene Mannschaft. Der körperlich sehr robuste Gegner versuchte das Spiel zumeist schnell zu machen, nutzte dabei konsequent die gesamte Breite des Platzes im Eintracht-Stadion. Allein, am Strafraum waren die Braunschweiger Löwen dann in der Regel ohne Biss. Im Gegensatz zum Spiel in Osnabrück standen die Oldenburger diesmal defensiv sehr sicher und sie hatten in Christian Meyer einmal mehr einen Torhüter, der immer zur Stelle war, wenn es notwendig wurde.

Der tief stehende VfB muss sich allerdings auch den Vorwurf machen, nicht mutig genug nach vorne gespielt zu haben. Vor allem Neuzugang Lüttmann hätte sich die eine oder andere Vorwärtsbewegung mehr sicherlich gewünscht. Doch auch so deutete der 29-jährige nachhaltig an, dass er die Mannschaft verstärkt. Lüttmann beschäftigte die Eintracht-Abwehr ständig, weil er immer in Bewegung war, sich mal fallen ließ, um dann aber auch in den freien Raum durchzustarten. Darüber hinaus war er sichtlich bemüht, seine Mitspieler auch verbal zu zu dirigieren. Dass im Zusammenspiel Mängel erkennbar wurden, liegt auf der Hand, schließlich hatte der Ex-Erfurter erst zweimal mit seiner neuen Mannschaft üben können.

Die kam in der 44. Minute zur besten Chance des Spiels. Dio Ipsilos tauchte frei vor Marjan Petkovic auf, scheiterte aus kurzer Distanz jedoch gleich zweimal am Braunschweiger Torhüter. Nach dem Wechsel fand das Duell auf Augenhöhe seine Fortsetzung, auf dem Platz und den Rängen. Während sich auf der Tribüne die Fans beider Mannschaften im sanglichen Vergleich duellierten, ohne dass ein Sieger auszumachen gewesen wäre, neutralisierten sich auch die Kicker auf dem satten Grün. Immerhin, beide Mannschaften suchten jetzt konsequenter den Abschluss. Während Christian Meyer gegen Benjamin Fuchs (46. Minute), Pierre Merkel (48.) und Gianluca Korte (85.) einen Rückstand verhinderte, fehlten dem VfB bei Schüssen und Kopfbällen von Ari (50.), Lüttmann (60. und 68.) die oft zitierten Zentimeter.

Folgerichtig blieb es am Ende beim 0:0, das dem Spiel und den Leistungen der Protagonisten entsprach.

Timo Ehle: Ich bin zufrieden, wir haben uns deutlich stabilisiert und bei einem starken Gegner verdient gepunktet.

Julian Lüttmann: Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Ich denke, wir können noch besser spielen, dürfen auch mutiger sein. Die Mannschaft hat viel Potenzial. Mein Ziel ist es, mit dem VfB raus zu kommen, aus dieser Liga.


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