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Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht

12. Spieltag - Sonntag, 23.10.2011 - 15:00
Eintracht Nordhorn - SC Langenhagen 1:2 (0:1) [Ann.]


Grafschafter Nachrichten

Eintracht verliert den Anschluss
1:2-Niederlage gegen Langenhagen

Von Martin Lüken

Nordhorn. Mit der ersten Heimniederlage der Saison haben die Oberliga-Fußballer von Eintracht Nordhorn zunächst den Anschluss an die Plätze verloren, die am Saisonende die Qualifikation für die Regionalliga bedeuten. Die Grafschafter unterlagen gestern dem direkten Konkurrenten SC Langenhagen mit 1:2 und haben nun bereits sechs Zähler Rückstand auf den maßgeblichen Platz fünf.

Über den gestrigen Spielausgang gab es keine zwei Meinungen: „Wir hatten heute nicht mehr verdient“, sagte Eintracht-Trainer Shefqet Lajci, dessen Mannschaft gegen einen engagierten Gegner, der nach vorne immer für Gefahr sorgte, zu wenig zeigte. Den personell gebeutelten Nordhornern, die kurzfristig auch noch auf Danny Arend verzichten mussten, mangelte es vor allem an Laufbereitschaft und zündenden Ideen, um den taktisch diszipliniert auftretenden Gästen entscheidend beizukommen. „In der zweiten Halbzeit haben wir es fast perfekt gespielt. Wir haben uns aus einer kompakten Defensive gute Bälle geholt und hatten bis auf die Situation, als Eintracht den Innenpfosten getroffen hat, alles im Griff. Außerdem haben wir auch noch gut gekontert“, sagte SCL-Trainer Hilger Wirtz von Elmendorff.

Das Engagement, das die Langenhagener während des Spiels gezeigt hatten, offenbarten sie nach Spielschluss auch beim Feiern: Die Spieler hüpften vor dem leeren Gästeblock, klatschten am Tribünengitter nicht vorhandene Anhänger ab und warfen sogar Trikots auf die leeren Ränge. „Für uns ist es ein ganz besonderer Erfolg, hier zu gewinnen“, sagte Wirtz von Elmendorff, der als Trainer in Nordhorn nach eigener Zählung bereits neun Niederlagen kassiert hat.

Die Nordhorner bejubelten in der 17. Minute den vermeintlichen Führungstreffer, der vom Schiedsrichtergespann wegen einer Abseitsstellung aber nicht anerkannt wurde. Auf der Gegenseite hatten sie Glück, als der agile SCL-Stürmer Caglayan Tunc nur den Pfosten traf (21.). Eintracht offenbarte nun zunehmend Probleme im Spielaufbau, zumal die Aktionen der Gastgeber meist durchschaubar waren. Und im Defensivbereich produzierten sie in der 38. Minute einen Fehler, als sie den Schützen der Langenhagener 1:0-Pausenführung, Matthias Braczkowski, unbewacht ließen. Allerdings stellte sich in dieser Situation unweigerlich die Frage nach einer Abseitsposition, da Braczkowski beim Anspiel ganz allein und ganz nah vor dem Tor stand.

Eintracht hatte auch nach dem Seitenwechsel nicht viel zu bieten, war aber auch im Pech, als Timo Scherping mit einem Heber nur den Innenpfosten traf (57.). Deutlicherer Rückstand statt Ausgleich war somit die Devise, als Caglayan Tunc zur 2:0-Führung der Gäste einschob (68.), die erneut Tunc per Elfmeter (77.) und Ümit Topal (80.) hätten ausbauen können, wenn Eintracht-Keeper Andre Lange nicht stark gehalten hätte. Sehenswert war der 1:2-Anschlusstreffer von Timo Scherping per Volleyschuss in der Nachspielzeit. Mehr hatte Eintracht an diesem Nachmittag jedoch nicht zu bieten.


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