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Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht

24. Spieltag - Sonntag, 11.03.2012 - 15:00
TSV Ottersberg - Lüneburger SK Hansa 2:2 (1:2)


Verdener Aller-Zeitung

Mirko Peter rettet Punkt
TSV Ottersberg 2:2 gegen Lüneburger SK / Fahrenholz wieder schwer verletzt

Von Frank von Staden

Ottersberg - Fußball-Oberligist TSV Ottersberg entpuppt sich immer mehr zu einem Team mit zwei Gesichtern. Auch gestern lieferten die Grün-Weißen beim 2:2 (1:2) gegen den Lüneburger SK eine ganz schwache ersten Halbzeit ab, in der die Gäste bereits alles klar hätten machen können. Doch aufgrund einer 100-prozentigen Steigerung in den zweiten 45 Minuten hatten sich die Hausherren das Remis, das Mirko Peter erst in der 87. Minute mit einem Gewaltschuss möglich machte, mehr als verdient.

Der erste Durchgang, in dem die Platzherren in einem 4:2:3:1-System aufliefen und in dem Alexander Fahrenholz die Position des beruflich verhinderten Johannes Ibelherr übernahm, war aus Ottersberger Sicht bis auf wenige Ausnahmen eine einzige Katastrophe. Die Lüneburger zeigten sich aggressiver, wacher und vor allem auch zielstrebiger. Die Grün-Weißen agierten oftmals zu kompliziert und in vielen Szenen zu hektisch.

So wie auch Alexander Neumann, der in der zehnten Minute die Riesenchance zur Führung hatte, aber das Leder aus vollem Lauf über das Gehäuse jagte. Insgesamt agierte der Stürmer einmal mehr glücklos, hatte es aber als einzige Spitze auch enorm schwer gegen eine LSK-Viererkette, in der vor allem Evgenij Krasnikov konsequent zur Sache ging. Der hoch aufgeschossene Abwehrstratege war es auch, der seine Farben in Führung brachte. Nach einem Stäcker-Freistoß war er per Kopf zur Stelle – 0:1 (16.). Danach ließen der starke Aidara (25.) und auch Tillack (28.) beste Chancen zum 0:2 aus. Dieses aber durfte dann Finn-Patrick Gierke unter gütiger Mithilfe von TSV-Keeper Tim Eggert als auch Kapitän Mateusz Peek erzielen, die beide nicht konsequent zum Ball gingen und der LSK-Stürmer so lachender Dritter war (36.).

Wie aus dem Nichts dann noch vor dem Pausenpfiff der Anschlusstreffer. So zog Eugen Zilke nach einem Mondball von Jair Baller in den Lüneburger 16er von der Strafraumgrenze einfach mal ab – 1:2 (45.+2). Zilke kam für Alexander Fahrenholz, der sich nach einem Zweikampf nun schon zum dritten Mal schwer an der Schulter verletzte (31.).

Nach dem Wechsel agierten die Platzherren dann wie ausgewechselt, spielten druckvoller, attackierten den Gegner früher und erobert so immer wieder schnell verloren gegangene Bälle zurück. Allerdings profitierten sie auch von einem Platzverweis gegen Lüneburgs Stefan Richter, der mit gestrecktem Bein gegen Mirko Peter nachsetzte (55.). Jetzt strahlte der TSV eine ganz andere Körpersprache aus, belagterte teilweise das Tor der Gäste, die müde wirkten.

Doch einmal mehr wussten sich die Schützlinge von Coach Axel Sammrey nicht zu belohnen. So brachte es Zilke sogar fertig, aus nur einem Meter das Sportgerät am langen Pfosten stehend über das Tor zu dreschen. Letztlich war es dann ein Gewaltschuss von Mirko Peter, der dem TSV zumindest das 2:2 garantierte. Konnte Lüneburgs Keeper Alexander Walter zuvor noch einem Freistoß von Neumann zur Ecke klären, war er gegen Peters Hammer aus elf Metern machtlos.


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