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Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht

9. Spieltag - Samstag, 01.10.2011 - 15:00
Goslarer SC - SC Langenhagen 0:0


Goslarsche Zeitung

GSC findet kein Mittel gegen SC Langenhagen

Von Björn Gabel

Manchmal muss man sich mit den kleinen Brötchen zufriedengeben, auch im eigenen Stadion. Das 0:0 des Fußball-Oberligisten Goslarer SC 08 am Samstag gegen den SC Langenhagen war so ein Fall.

Natürlich herrschten lange Gesichter vor, das Gefühl von zwei verlorenen Punkten, der schale Nachgeschmack einer durchwachsenen Leistung. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“, bilanzierte ein nachdenklicher Trainer Manfred Wölpper, der aber umgehend an eine Szene in der Nachspielzeit dachte.

Da kamen die Gäste nach einem Missverständnis zwischen Peter Endres und Slavomir Lukac plötzlich zu einem Konter. Zwar gelang es, diesen noch zu unterbinden, aber die Situation zeigte, „dass man so ein Spiel auch verlieren kann“, wie Wölpper anmerkte.

Drei Punkte für Langenhagen wären des Guten allerdings viel zu viel gewesen. Die Gäste waren mit dem Ziel gekommen, einen Zähler mitzunehmen, und den bekamen sie auch. Trainer Hilger Wirtz von Elmendorff betraute zehn Mann mit defensiven Aufgaben, allein Caglayan Tunc ließ sich auch mal jenseits der Mittellinie blicken, musste bei Eckbällen aber auch in den Strafraum zurück. Den einzigen Schuss aufs Tor schickte Innenverteidiger Sevkan Bulut los, aus 25 Metern, so harmlos, dass ihn GSC-Schlussmann Nico Lauenstein mit der Mütze fing – und das in der 76. Minute.

Die weiß-rote Wand aber hielt. Nach verheißungsvollem Start und zwei guten Gelegenheiten für Tezcan Karabulut tat sich der GSC von Minute zu Minute schwerer, fand einfach kein Mittel gegen die aufopferungsvoll die Räume verdichtenden Gäste. Am Ende summierten sich so viele kleine Unzulänglichkeiten zu einem großen Nichts. Ein ungenauer Pass hier, eine schlechte Flanke da, die fehlende zündende Idee dort. Sommerlichen Temperaturen waren der Laufleistung auch nicht gerade förderlich

Bezeichnend war, dass SCL-Tormann Alexander Dlugaiczyk nach dem Wechsel nur noch bei einem strammen Schuss von Justin Eilers (70.) richtig zupacken musste. Die vielen Unterbrechungen nach der Pause durch am Boden liegenden Langenhagener taten ein Übriges, dass kein Spielfluss aufkam.

Wölpper rieb sich zudem an Schiedsrichter Bruno Brito da Rocha (Heidenau), mit dem der GSC schon in Bückeburg keine guten Erfahrungen gemacht hatte. Wieder erkannte er einen Treffer der Goslarer nicht an, weil beim Kopfball von Mirhudin Kacar der Assistent überraschend auf Abseits entschied (40.). Und nach dem Wechsel reklamierte Wölpper einen Foulelfmeter an Karabulut. „Das 1:0 wäre so wichtig gewesen, dann hätte Langenhagen so nicht weiterspielen können.“


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