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Oberliga Nordost Nord 2011/12 2011/12 - Spielbericht

1. Spieltag - Samstag, 06.08.2011 - 14:00
SV Altlüdersdorf - FSV Optik Rathenow 2:2 (1:1)





„Gerechte Punkteteilung zum Auftakt“

Für SVA–Trainer Ersan Parlatan war es die Oberliga–Premiere und das mit einer fast neu zusammengestellten Mannschaft. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden gegen einen gestandenen OL–Gegner. Es war nicht immer ein schönes Spiel, das konnte man zum Auftakt sicher auch nicht erwarten, aber spannend war es allemal.

Die Auftaktphase verlief furios. Nach einer Eingabe von links durch Kalan setzte Fikic das Leder freistehend am SVA–Tor vorbei (1.). Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nach kurzer Ablage wuchtete Schrödter einen Freistoß aus 20 Meter an die Latte (5.). Sein nächster Versuch hatte dann mehr Erfolg. Ein Angriff der Gastgeber schien schon geklärt, da kam der aufgerückte Routinier Bucinski in Ballbesitz. Seine Eingabe von der linken Seite wehrte Optik zu kurz ab, genau vor die Füße von Schrödter. Der fackelte nicht lange und „zimmerte“ den Ball flach ins Gästetor (13.).

Doch die Freude währte nicht lange. Eine zu kurz abgewehrte Ecke brachte Delvalle Silva in fast die gleiche Schussposition wie den SVA–Torschützen zuvor. Doch der Rathenower machte es „mit Auge“ und drehte das Leder in den linken oberen Winkel (15.). Es folgten 25 Minuten verteiltes, ausgeglichenes Spiel, beiderseits oftmals noch zu fehlerbehaftet und mit zu vielen Ballverlusten. Bei nur einer nennenswerten Aktion schoss Gästeakteur Fikic nach einem Konter aber vorbei (21.).

Kurz vor der Pause erhöhte der SVA noch einmal Schlagzahl und Gefährlichkeit. Eine gut getimte Flanke von Gerhard verpasste Enani knapp (38.). Dann konnte Optik–Keeper Subke gleich zweimal seine Nominierung bestätigen. Zunächst reagierte er bei einem Schuss von Erdil glänzend (39.), dann kratzte er einen immer länger werdenden Freistoß von Bicen noch aus dem Winkel (41.). Sein Gegenüber Begzadic stand ihm nicht nach und zeigte sich bei einem Kopfball von Kalan nach einer Eingabe von Cankaya als Meister seines Fachs (45.).

Nach dem Wechsel wirkte das Spiel der Lila–Weißen konzentrierter und auch zielstrebiger. Nach Zuspiel von Vukadin hatte Wedemann eine gute Möglichkeit, fand bei seinem Pass aber keinen Abnehmer (50.). Dann fiel ein Schussversuch von Enani fast ins lange Eck (54.). Wenig später bewies Enani seinen Torriecher. Bei einem langen Ball von Gerhard kamen sich Optiks Torhüter Subke und Puhlmann in die Quere. Enani war der Nutznießer, nahm den Ball herunter und schob ihn ins leere Tor (56.).

Verständlicher Jubel beim Gastgeber. Rathenow fiel wenig ein, um umgehend zu antworten. Altlüdersdorf konnte die Partie kontrollieren. Bei einem Freistoß von Tsiatouchas (67.) und einem Schuss von Cankaya ins kurze Eck (76.) reagierte Begzadic im SVA–Tor sicher.

In der Schlussphase mobilisierte Optik noch einmal die Kräfte. Die Entlastung der Gastgeber wurde seltener, blieb aber gefährlich. Ein strammer Schuss von Gerhard strich am langen Pfosten vorbei (80.). Fünf Minuten vor dem Abpfiff hätte der SVA den „Sack zumachen“ müssen. Nach einem „Zuckerpass“ von Erdil lief Akar allein Richtung Tor. Subke, an diesem Tag bester Rathenower, parierte mit einer reflexartigen Fußabwehr, den Nachschuss von Enani hielt er problemlos (85.).

Dadurch angestachelt, warf Optik den letzten Kampfgeist in die Waagschale und wurde, insgesamt gesehen, noch verdient belohnt. Eine flache Eingabe von Fikic strich ungehindert durch den SVA–Strafraum. Cankaya ließ sich nicht zweimal bitten und schoss sofort flach und direkt. Vom Innenpfosten sprang sein Schuss ins Tor (86.).

Plötzlich hatte Optik sogar noch die Möglichkeiten zum unverdienten Siegtreffer. Cankaya verfehlte aber knapp (88.), bei einem Schuss von Leroy hielt Begzadic sicher und damit den Punkt fest (89.). Es blieb letztlich beim leistungsgerechten Remis, gerecht auch in Anbetracht des Torschussverhältnisses von 10:10. (D.W.)

Pressekonferenz Trainerstimmen

Kahlisch (Optik): „Ich bin nicht zufrieden. Wir haben nicht das umgesetzt, was wir fußballerisch können. Das war heute viel zu pomadig. Aber die Jungs sind bis zum Schluss gerannt und haben noch den Punkt geholt. Vielleicht war das heute ein Denkzettel zur richtige Zeit.“

Parlatan (SVA): „Ich bin mit dem Punkt zufrieden. Wir hatten zwar noch einige Abstimmungsfehler, aber wir haben Charakterstärke gezeigt und bis zum letzten Schweißtropfen gekämpft.“


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