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Oberliga Nordost Nord 2014/15 - Spielbericht

12. Spieltag - Sonntag, 09.11.2014 - 13:30
SV Altlüdersdorf - FSV Optik Rathenow 1:0 (0:0)





SVA mit klasse Mannschaftsleistung

Nach zuletzt zwei Niederlagen spürte man etwas Unsicherheit bei den Lila–Weißen. Deshalb lag vor dieser Partie die Favoritenrolle durchaus beim Regionalliga–Absteiger aus Rathenow. Doch Bange machen galt nicht. Stattdessen Kopf hoch und Fehler vermeiden, gerade in Bezug auf das zuletzt schwache Defensivverhalten bei Standardsituationen. Und so musste Co–Trainer Mike Frank, der den bei einem Lehrgang weilenden Steffen Borkowski am Freitag vertrat, beim Abschlusstraining wohl die passenden Worte gefunden haben. Jedenfalls präsentierte sich das Team am Spieltag deutlich präsenter und konzentrierter als zuvor.

Von Beginn an entwickelte sich eine temposcharfe, intensiv geführte Partie. Beide Seiten zeigten den nötigen Respekt voreinander. Optik mit der etwas besseren Anfangsphase. Turhan per Freistoß knapp über den rechten Winkel (8.) und Schuss, den Rogall sicher hielt (13.), setzte erste Achtungszeichen. Dann setzte sich Saberdest bei einem Optik–Konter links durch und zirkelte das Leder auf das SVA–Tor. Sensationell parierte Rogall diesen Drehschuss und kratzte ihn aus dem Winkel (28.).

Fortan fand aber Altlüdersdorf zusehend besser ins Spiel. Man nahm nun intensiver die Zweikampfführung an und erhöhte unheimlich Laufvermögen und -bereitschaft. Folglich ergaben sich erste Möglichkeiten. Herrlich spielte Marten Salhab frei, der aber an Subke scheiterte (29.). Nur wenig später passte Krumnow zu Salhab. Der zog nach innen und schoss mit links ab. Den Schuss parierte aber erneut Subke (31.). Kurz vor der Halbzeit nochmal eine Doppelchance für den Gastgeber. Koschnik setze sich super durch, sein Versuch wurde abgeblockt, der Nachschuss von Krumnow ging über das Tor (44.). Das torlose Remis zur Pause spiegelte die relative Ausgeglichenheit wieder.

Nach dem Wechsel erhöhte der Gastgeber Tempo und Zielstrebigkeit. Eine erste Kombination über Krumnow und Tsiatouchas schloss Russow mit einem Schuss über das Tor (47.) ab. Dann köpfte Salhab nach einer Ecke von Kalyoncu nur knapp rechts neben das Gästetor (58.). Nur zwei Minuten später eine weitere Chance. Krumnow, insgesamt enorm fleißig, spielte kurz ab zu Salhab. Dessen Drehschuss strich haarscharf über den rechten Winkel (60.). Der schönste Spielzug des Tages über Krumnow, Marten und Tsiatouchas führte folgerichtig zum Torerfolg. Die finale Flanke von Tsiatouchas köpfte Torjäger Salhab unhaltbar in die Maschen (62.). In der 70. Minute narrte Salhab gleich drei Gegenspieler, schoss aber links am Optik–Tor vorbei (70.).

Von Optik war nach dem Wechsel bis dato wenig zu sehen. Erst der eingewechselte Printemps setzte einen ersten Torschuss ab, für Rogall aber problemlos (73.). Zehn Minuten vor Spielende übersah der eigentlich gute Schiri Becker nach einer Eingabe von Marten ein klares Handspiel von Wilcke im Strafraum von Rathenow (80.). Doch auch davon ließen sich die Lila–Weißen nicht von ihrer Zielstellung, drei Punkte, abbringen. Stattdessen die nächste Möglichkeit. Herrlich von Marten freigespielt, schoss Owczarek das Leder überhastet über das Tor (82.). Auf der anderen Seite prüfte Tekyildirim ein letztes Mal Rogall (83.).

Auch eine kleine Eckballserie für Rathenow brachte nicht Zwingendes hervor. Der SVA hatte sich diesmal super auf solche Situationen eingestellt. Und nach einer abgewehrten Ecke folgte in der Nachspielzeit ein letzter „Bilderbuchkonter“ der Gastgeber. Von Fikic zentral nach rechts zu Moldenhauer gespielt, passte der sofort quer durch den Strafraum nach links zu Krumnow. Völlig blank scheiterte der an einer Fußabwehr von Subke. (92.). Die anschließende Ecke brachte nichts mehr ein.

So endete eine temposcharfe, intensiv geführte Partie aufgrund einer überlegenen zweiten Halbzeit mit einem knappen, aber verdienten 1:0 für den SVA. Die Mannschaft war insgesamt gegenüber den beiden letzten Partien wieder deutlich gefestigter, präsenter, konzentrierter, kampfstärker und siegeswilliger. Optik–Trainer Ingo Kahlisch schätzte anschließend ein: „Der Sieg von Altlüdersdorf ist verdient. Wir sind nach dem Umbruch noch nicht so weit, wie einige denken. Aber wir stehen wieder auf. Das haut uns heute nicht um.“ SVA–Trainer Steffen Borkowski „fand den Erfolg durch die Steigerung vor allem in Hälfte zwei verdient und auch wichtig vor dem anstehenden Pokalspiel.“

(Dirk Wieland)


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