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Oberliga Nordost Nord 2016/17 - Spielbericht

11. Spieltag - Samstag, 05.11.2016 - 13:30
Germania Schöneiche - FC Anker Wismar 2:2 (0:0)



Yevghenii Zakharchenko rettete dem FC Anker in der Nachspielzeit das Remis
Doppelschlag der Hausherren verunsicherte das Ankerteam

Am letzten Trainingstag schien noch alles in den richtigen Bahnen zu laufen, doch zur Abfahrt an den Stadtrand von Berlin hatte Ankertrainer Christiano Dinalo nur noch vierzehn gesunde Spieler zur Verfügung. Bei Mittelfeldspieler Ivanir Rodrigues war eine Fußverletzung wieder aufgebrochen, Marco Bode wurde von einer Grippe überrascht und Alexander Rahmig spielte im Landesligateam. Dafür stießen Dennis Martens und Hannes Köhn wieder zur Mannschaft.

Beflügelt durch den klaren 6:1-Sieg in der Vorwoche gegen Charlottenburg bestimmte der FC Anker in der ersten Halbzeit auch das Spiel. „Gefühlt hatten wir mindestens 60 Prozent Ballbesitz, aber wir haben uns kaum klare Chancen herausgearbeitet. Das war heute unser Manko. Nach dem klaren Sieg der Vorwoche sind wir heute wieder geerdet worden“, so Mannschaftskapitän Philipp Unversucht zur Pause. Erst in der Schlusspahse der ersten Hälfte hatte Erdogan Pini dann einen Riesen auf dem Fuß, doch der Ball versprang ihm, so dass die Hausherren noch zur Ecke klären konnten. Auch die Germanen hatten vor dem Seitenwechsel nur eine Möglichkeit, denn nach Flanke von Tino Istvanic kam Pierre Kruber nicht richtig hinter den Ball.

Zur Pause schien Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit Dennis Martens für Marcel Ottenbreit brachte er einen frischen Mittelfeldspieler für die rechte Seite. Und nach einem tollen Pass von Franz-Walther Schlatow auf den gestarteten Erdogan Pini ließ dieser sich die Chance zur Führung nicht entgehen. Aber nur hundert Sekunden später der Ausgleich für die Gastgeber. Nach einem Freistoß von der rechten Seite stieg Kruber am höchsten und wuchtete die Kugel links oben ins Eck.

Nachdem ein Heber von Khasan Dzhaukhar über den Schöneichener Keeper doch noch auf der Torlinie geklärt wurde, brannten die Germanen. Sie gaben keinen Ball und kein Laufduell verloren und wurden in der 73. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Nach einer Flanke von der rechten Seite konnte Ankerkeeper Vaizow zwar noch klären. Doch der Ball landete an der Strafraumgrenze auf den Füßen von Kruber und der traf unter die Latte. In der Schlusspahse warf das Amkerteam noch einmal alles nach vorne. Adigo hatten Zakharchenko für Dzhaukhar in den Angriff beordert und das zahlte sich in der Nachspielzeit aus. Per Kopf traf der Ukrainer nach Flanke von Pini zum umjubelten 2:2 in die Maschen.

„Schöneiche hat vor allem in der zweiten Halbzeit eine tolle Leistung gezeigt. Die Mannschaft hat gekämpft und stand kurz vor dem (verdienten) Sieg. Meiner Mannschaft fehlte spätestens nach dem Rückstand die Spannung und sie war in dieser Phase völlig verunsichert. Im nächsten Heimspiel am 19. November gegen Altglienicke muss die Mannschaft dann wieder ihr wahres Können zeigen. Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein“, so Ankertrainer Adigo auf der Pressekonferenz.

Text: Bernhard Knothe




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