Kopfgrafik


Oberliga Nordost Nord 2016/17 - Spielbericht

28. Spieltag - Samstag, 20.05.2017 - 14:00
FC Anker Wismar - FSV Optik Rathenow 3:4 (1:1)



Das war Hitchcock pur - Siegtreffer der Optiker durch Eigentor
Unglücklicher „Hattrick“ für Marco Bode – einmal traf er ins eigene Tor

Trotz der sehr unglücklichen Niederlage zollte Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo seinem Team nach dem Abpfiff ein großes Lob. „Rathenow ist die beste Mannschaft der Liga und wir mussten uns am Ende nur durch ein bitteres Eigentor geschlagen geben. Mein Team hat sich selbst durch den 1:3-Rückstand nicht aufgegeben und hat wieder in die Partie zurückgefunden. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, so Adigo auf der Pressekonferenz. Auch Trainerlegende Ingo Kahlisch (Rathenow) sprach von einem sehr guten Spiel, ärgerte sich aber auch darüber, dass sein Team die 3:1-Führung noch aus der Hand gegeben hatte. „Diesmal ist der Fußballgott ein Optiker gewesen“, so Kahlisch.

Somit hat das Ankerteam zwar das zweite Spitzenspiel in Folge knapp verloren, kann aber bereits jetzt eine tolle Saisonbilanz verbuchen und kann mit erhobenem Kopf auf eine tolle Saison zurückblicken. Vor den beiden letzten Spielen in Malchow und zum Saisonabschluss gegen Tennis Borussia Berlin liegen die Hansestädter auf dem sechsten Tabellenplatz und können noch weiter nach oben schauen.

Die Ankercrew begann das Spiel gegen die sehr offensiv eingestellte Rathenower Elf sehr engagiert und konnte sehr schnell in Führung gehen. Suguru Watanabe unterlief ein grober Abwehrschnitzer, den Ivanir Rodrigues nutzte und eiskalt zur Führung einschoss. Doch bereits acht Minuten später nutzte Rathenows Torjäger Murat Turhan eine Wismarer Abwehrschwäche zum Ausgleich. Marc Langner verführte das im Anschluss zu der lautstarken Aussage: „Die nehmen wir doch auseinander!“ Doch trotz der besseren Möglichkeiten für die Gäste durch Langner (22.) und Turhan (28.) - beide Male klärte Mauritz Mißner im Ankertor glänzend - und einer Kopfballmöglichkeit für Julian Ringhoff (44.) blieb es bis zum Pausenpfiff bei diesem Unentschieden.

Nach dem Seitenwechsel nutzte der Regionalligaaspirant dann seine Möglichkeiten und zog auf 3:1 davon. Doch der FC Anker stieg wieder wie der Phönix aus der Asche. Nach einem Freistoß von Erdogan Pini wuchtete der zur Pause eingewechselte Marco Bode die Kugel zum 2:3 in die Maschen und markierte fünf Minuten später dann sogar den Ausgleich. Jetzt herrschte wieder tolle Stimmung im Kurt-Bürger-Stadion, obwohl die Zuschaueranzahl wieder sehr enttäuschend war.

Doch die Glücksgöttin Fortuna war der Ankerelf an diesem Nachmittag nicht hold, denn in der 89. Minute unterlief Doppeltorschützen Marco Bode dann noch ein Eigentor und ließ somit die Gäste jubeln. „Das kann immer mal passieren, das ist Pech“, tröstete Trainer Adigo seinen Schützling.

Dieses Hitchcockfinale war damit aber noch nicht beendet, denn in der Nachspielzeit gab es auf Seiten der Hausherren noch zwei Feldverweise. Nachdem Tom Ney in der 50. Minute gelb gesehen hatte, ging er in der 91. Minute zu ungestüm in einen Zweikampf und sah die Ampelkarte. Unverständlich dann aber der Platzverweis für Kenan Hasicic. Er trat nach und sah darauf sofort die rote Karte.

Für das nächste Auswärtsspiel am nächsten Sonntag muss Ankertrainer Adigo nun also auf drei Spieler verzichten, denn neben Ney und Hasicic fehlt auch Abwehrspieler Philipp Ostrowitzki, der seine 5. Gelbe Karte sah. Wieder im Aufgebot dann aber Sebastian Schiewe, der diesmal seine fünfte Gelbe „absitzen“ musste.

Bernhard Knothe




Startseite Impressum Kontakt