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Oberliga Nordost Nord 2017/18 - Spielbericht

18. Spieltag - Samstag, 16.12.2017 - 13:00
CFC Hertha 06 - FC Anker Wismar 1:2 (1:1)

Taktikschema ist eine mögliche Variante.




FC Anker beendet Punktspiele mit 2:1-Auswärtssieg in Charlottenburg
Henry Haufe gelingt erneut das Siegtor – André Wenzel nach Ellenbogencheck verletzt

Der FC Anker Wismar hat das Fußballjahr 2017 mit einem schwer erkämpften 2:1-Auswärtssieg beim Charlottenburger FC Hertha 06 abgeschlossen und überwintert mit 31 Punkten auf einem hervorragenden 6. Tabellenplatz. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass der augenblickliche Tabellenzweite Tennis Borussia Berlin auch nur fünf Zähler von den Hansestädtern entfernt ist.

Obwohl diese Partie unter keinem sehr guten Stern stand - Trainer Adigo fehlten mit Guilherme Lima und Sebastian Schiewe zwei wichtige Spieler - starteten die Hansestädter hervorragend in das Spiel. Einen langen Ball von Marco Bode an der rechten Außenlinie entlang konnten die Hausherren nur zur Ecke klären. Den folgenden Eckball setzte Lucas Vierling per Kopf in die Maschen.

Doch aus unerfindlichen Gründen brachte dieses Führungstor keine Sicherheit in die Reihen des Ankerteams. Charlottenburg übernahm die Regie und machte Druck. Und sie wurden in der 20. Minute dafür belohnt. Allerdings wurde der Distanzschuss von Cakir noch abgefälscht. Schlussmann Jakub Kosiorek war zwar noch mit den Fingerspitzen am Leder, doch der Ball rollte ins Tor. In der Schlussphase der ersten Halbzeit dann noch zwei Möglichkeiten für die Wismarer Elf, die aber nichts einbrachten.

Spielszene 1

Sahid Wahab im Zweikampf. Der Mittelfeldspieler musste zur Pause ausgewechselt werden.


In der Pause brachte Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo dann mit Marllex Abdulai und André Wenzel zwei neue Spieler. Für André Wenzel war die Partie kurze Zeit später aber bereits wieder beendet. Nach einem Ellenbogencheck musste er mit einer stark blutenden Platzwunde an der Nase wieder ausgewechselt werden. „Zum Glück scheint die Nase nicht gebrochen. Im Hinspiel habe ich in der Schlussphase noch den Ausgleich erzielt, dass sollte diesmal wohl nicht sein“, sagte der sympathische Angreifer später auf der Rückfahrt schmunzelnd.

In der zweiten Hälfte war die Partie auf diesem sehr schwer bespielbaren Hockeyplatz dann wieder ausgeglichen. In der 74. Minuten hatten die Hausherren wieder eine gute Möglichkeit, doch nach einer Flanke von rechts setzte der eingewechselte Donner die Kugel zum Glück am langen Pfosten des FC Anker vorbei.

Im Gegenzug die Führung für die Ankerelf. Nach einem lange Ball an den Strafraum der Hertha waren sich die Berliner einschließlich Keeper Hampel nicht einig, Henry Haufe attackierte und der Ball sprang über den herauslaufenden Berliner Torwart hinweg. Haufe brauchte nur noch nachsetzen und den Ball über die Linie befördern. „Sicher war bei diesem Tor etwas das Glück dabei, aber das zählt am Ende nicht. Entscheidend ist dann der Treffer, der die drei Siegpunkte bringt“, freute sich Henry über seinen fünften Saisontreffer. Auch vor zwei Wochen hatte er den Siegtreffer gegen Hertha 03 Zehlendorf erzielt. Mit einer soliden Abwehrleistung brachten die Hansestädter dann den Sieg über die Zeit.

Spielszene 2

Kevin Mbengani (Nr. 10) im Zweikampf. Der Angreifer musste zur Pause verletzt vom Feld.


„Mein Team hat Charakter und Moral bewiesen“, freute sich Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo. „Die Gastgeber kamen auf dem für uns völlig ungewohnten Platzverhältnissen deutlich besser zurecht, aber die Mannschaft hat in dieser umkämpften Partie nicht aufgesteckt und sich am Ende selbst belohnt. Die Berliner Teams liegen uns bisher in dieser Saison, denn die Hauptstädter konnten bisher noch keinen Sieg gegen uns verbuchen. Nur Charlottenburg hat zum Punktspielstart beim 1:1 in Wismar einen Punkt erkämpfen können.“

Auch Mannschaftskapitän und Abwehrchef Philipp Unversucht freute sich sehr über diesen Auswärtssieg. „Solche Spiele schweißen zusammen. Wir mussten bis zum Schlusspfiff auf der Hut sein, haben das aber hervorragend umgesetzt. Jetzt können wir in aller Ruhe die freien Tage genießen und mit unseren Familien Weihnachten feiern“, sagte er im Spielerkreis auf dem Feld nach dem Abpfiff des sehr gut amtierenden Unparteiischen aus Zossen.

Für Keeper Mauritz Mißner war dieses Spiel das letzte für den FC Anker. Der 19-jährige, der am Donnerstag seinen 20. Geburtstag feiert, geht zurück nach Dortmund.

Für die Hansestädter beginnt jetzt eine kurze Winterpause, denn bereits am 03. Januar 2018 trifft sich das Team zum ersten Training. Am 06. Januar nimmt das Ankerteam dann beim großen internationalen Hallenturnier des FC Mecklenburg teil. Mit dabei sind bei diesem Turnier Dukla Prag, die Grashoppers Zürich, der Regionalligist FC Oberlausitz Neugersdorf, Tennis Borussia Berlin, Internationale Leipzig sowie der MSV Pampow und die Gastgeber vom FC Mecklenburg.

Ankerfan aus Riesa

Ankerfan Hartmut Titze aus Riesa (knapp 450 km von Wismar entfernt) besucht alle Heim- und Auswärtsspiele der Ankerelf. Spiele in Berlin und Umgebung sind für den begeisterten Ankerfan und seiner Frau fast Heimspiele, denn die Entfernungen reduzieren sich knapp auf die Hälfte der Kilometer. Als Weihnachtsgeschenk übergab Hartmut Titze Mannschaftskapitän Philipp Unversucht eine Ankeruhr mit einem Holzzifferblatt. „Diese Uhr werden wir in der Kabine aufhängen“, so Unversucht.

Fanfoto

Ankerfan Hartmut Titze mit Philipp Unversucht und Ankeruhr



Gruppenfoto

Hartmut Titze mit der Anker-Elf




Text: Bernhard Knothe
Fotos: Andreas Knothe






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