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Oberliga Nordost Nord 2018/19 - Spielbericht
10. Spieltag - Samstag, 20.10.2018 - 14:00
FC Anker Wismar - Malchower SV 2:0 (1:0)
Grafik Taktikschema

     Taktikschema zeigt eine mögliche Variante.




FC Anker Wismar traf nach 469 Minuten wieder ins gegnerische Gehäuse
Sebastian Schiewe an beiden Treffern beteiligt

Der FC Anker hat einen sehr wichtigen Heimsieg gelandet und sich in der Tabelle wieder etwas mehr dem Mittelfeld genähert. Wie wichtig dieser 2:0-Heimerfolg aber auch war, zeigt die Tatsache, dass der Torgelower SV Greif gegen die bisher (fast) übermächtige Greifswalder Elf ebenfalls siegte.

„Nach einer solchen negativen Serie an Niederlagen muss in einem solchen Spiel auch der Kopf frei sein. Und das ist gar nicht so einfach“, erklärte Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo nach dem Spiel. „Doch meine Mannschaft hat das hervorragend geschafft und hat sich am Ende mit drei sehr wichtigen Punkten belohnt“, fuhr er fort. „Wir haben von Beginn an Druck gemacht, mussten aber auch immer wieder auf die Konter der Malchower Elf aufpassen. Spielerisch war die Partie meiner Elf durchaus ansehenswert, aber wir haben uns nicht ausreichend belohnt. Wir hatten ein deutliches Chancenplus. Aber da wir die Möglichkeiten nicht genutzt haben, besteht immer die Gefahr, einen Gegentreffer einzustecken. Und das verunsichert dann noch mehr. Aber so bin ich sehr zufrieden.“


Spielszene 1

Wie immer sehr konzentriert an der Außenlinie: Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo


Das Ankerteam hatte engagiert begonnen und durch Alexander Pratsler bereits in der siebten Minute eine gute Möglichkeit. Zehn Minuten später verzog Christian Okafor, bevor der diesmal sehr agile Guilherme Lima die Führung erzielen konnte. Sebastian Schiewe hatte Lima schön in Szene gesetzt, der nahm im Strafraum den Ball mit, ließ Filip Hnup keine Abwehrchance und verwandelte sicher.

Keeper Filip Hnup erhielt diesmal von Trainer Sven Lange den Vorzug gegenüber Paul-Friedrich Kornfeld, der gegen Lichtenberg die Kugel gleich neunmal aus dem eigenen Tor holen musste. Nach seinem Treffer sahen die Zuschauer von Lima wieder den „Klose-Salto“. Aber wie enorm wichtig dieser Treffer für das Ankerteam war, zeigt schon alleine die Tatsache, dass es der erste nach 469 Minuten für die Ankercrew war.

In der 27. Minute forderten die Inselstädter dann nach einem Foul von Marco Bode an Marc Klöckner Elfmeter, doch der gut amtierende Unparteiische Andy Stolz gab „nur“ Freistoß an der Strafraumkante. In der 33. Minute schoss Klöckner zudem noch ans Außennetz, doch in der Schlussphase der ersten Hälfte hatten Lima und Queckenstedt noch zwei gute Möglichkeiten.


Spielszene 2

Hier lag der Ball schon auf der Malchower Torlinie


Diese chancenmäßige Überlegenheit setzte sich auch nach der Pause weiter fort. Bereits 32 Sekunden nach Wiederanpfiff kam Ivanir Rodrigues im Strafraum frei zum Schuss, doch das Leder wurde noch zur Ecke abgewehrt. Das 2:0 durch einen bilderbuchmäßigen Kopfball von Schiewe nach Vorarbeit von Okafor war bereits die Vorentscheidung. Ein Abseitstreffer (?) von Schiewe, ein Schuss von Lima der vom Innenpfosten wieder herausprallte und der folgende Nachschuss von Tshomba Oliveira, der über das Malchower Gehäuse strich, zeigte die chancenmäßige Überlegenheit der Ankerelf. Aufregung auf Malchower Seite dann noch einmal bei einem starken Alleingang von Torjäger Tobias Täge, doch er wurde fair attackiert und verlor die Kugel. Auch hier hofften die Gäste auf Strafstoß, doch es ging mit Abstoß weiter.


Spielszene 3

Der Torschütze zum 2:0, Sebastian Schiewe, im Zweikampf


Malchows Trainer Sven Lange sagte nach der Partie: „Wir hatten durchaus unsere Möglichkeiten, um zu punkten. Aber wir haben dem Gegner die Tore wieder selbst aufgelegt. In unserer augenblicklichen Situation fehlt uns auch etwas das nötige Glück, wobei besonders die zwei strittigen Szenen in der 27. und 88. Minute auch anders hätten ausgelegt werden“.

„Wir haben einen sehr wichtigen Sieg gefeiert, mehr aber nicht“, stellte Abwehrchef und Mannschaftskapitän Philipp Unversucht nüchtern fest. „Bereits am nächsten Sonntag beim Aufsteiger Blau-Weiß Berlin steht schon wieder ein Sechspunktspiel vor uns. Auch dort müssen wir punkten, um weiter Anschluss an das Mittelfeld zu behalten.“

Text und Fotos: Bernhard Knothe