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Oberliga Nordost Nord 2018/19 - Spielbericht
13. Spieltag - Sonntag, 11.11.2018 - 13:30
1. FC Lok Stendal - FC Anker Wismar 2:0 (1:0)
Grafik Taktikschema

     Taktikschema zeigt eine mögliche Variante.




Diese Frage muss gestellt werden: Quo vadis, FC Anker Wismar?
Nächste Niederlage bei einem Aufsteiger

Seine Rückkehr nach 21 Jahren an seine alte Wirkungsstätte hatte sich Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo auf alle Fälle anders vorgestellt. Zwischen 1995 und 1997 spielte Adigo in Stendal unter Trainer Klaus Urbanczyk in der Regionalliga (damals 3. Liga). Ein weiterer Höhepunkt war das DFB-Pokalspiel im Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen, das mit 4:5 n.V. verloren ging. Vorher mussten sich der VfL Wolfsburg, Hertha BSV und Waldhof Mannheim am Hölzchen geschlagen geben.


Wiedersehen

Ein Wiedersehen nach zwanzig Jahren: Trainer Christiano Dinalo Adigo traf Marianne Schulz (80), seine „Mutti“ während seiner Stendaler Zeit


Nach zuletzt zwei torlosen Spielen ohne Sieg wollten die Hansestädter beim Tabellenvorletzten endlich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Und gegen das Stendaler Team schien dies durchaus möglich, denn auch die Lokelf war zuletzt arge gebeutelt worden. 0:17 Tore aus den drei letzten Partien ließen durchaus Hoffnungen für das Ankerteam zu.

Und die begannen auch sehr engagiert, hatten deutlich mehr Ballbesitz und wurde wie die Stendaler Elf von ihren Fans angefeuert. Doch schnell zeigte sich wieder, dass in der Angriffsspitze der Gäste totale Flaute herrscht. Der quirlige Guilherme Lima kam zwar immer wieder über die linke Seite, doch Tshomba Oliveira und Christian Okafor kamen nicht zum entscheidenden Abschluss. Nachdem Martin Krüger in der 31. Minute verzogen hatte, dann doch die Führung für die Hausherren. Pavel Galac im Ankertor konnte einen Freistoß nicht festhalten, Schmidt staubte ab und ließ die rund 300 Zuschauer jubeln.


Spielszene 2

Hier fällt die 1:0-Führung der Hausherren


Zur Pause brachte Ankertrainer Adigo mit Tomasz Serweta für Oliveira einen frischen Stürmer und der hatte in der zweiten Hälfte dann auch die größten Möglichkeiten für das Ankerteam. Nach Vorarbeit von Okafor setzte Serwta die Kugel aus neun Metern rechts neben das Stendaler Gehäuse und auch in der 83. Minute kam er zweimal völlig frei zu Schuss. Diesmal zeigte sich der Lok-Schlussmann Giebichenstein auf der Höhe und rettete glänzend.


Spielszene 3

Am Ball Guilherme Lima, attackiert von Steven Schubert (verdeckt) und Martin Krüger


Nachdem Lima in der 88. Minute am Stendaler Keeper gescheitert war, brach die Schlussphase an. Das Ankerteam warf alles nach vorne, doch in der 94. Minute eine kuriose Szene. Simon Balliet wollte, in der eigenen Hälfte stehend, den Ball einfach nur nach vorne schlagen. Doch sein Ball wurde immer länger und schlug plötzlich im Ankertor ein. Während das Stendaler Hölzchen bebte, ließen die Gäste die Köpfe hängen.

Text und Fotos: Bernhard Knothe