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Oberliga Nordost Nord 2018/19 - Spielbericht
2. Spieltag - Samstag, 11.08.2018 - 14:00
FC Hansa Rostock II - SV Altlüdersdorf 3:0 (2:0)
Grafik Taktikschema

     Taktikschema zeigt eine mögliche Variante.




SVA stark angefangen, noch stärker nachgelassen

Die Auswärtspartie des SV Altlüdersdorf in Rostock war wie immer schwer einzuschätzen. Man weiß nie, wie die Unterstützung aus dem Profikader aussieht. Mit Evseev, Bouziane und Berger waren es diesmal drei Akteure. Gut, aber damit müssen alle Gegner klar kommen. Trotzdem hofften die Gäste eventuell auf einen Punkt, obwohl Djan-Okai kurzfristig erkrankt ausfiel. Hansa II wollte vor allem die 2:8–Schlappe des letzten Spiels in Altlüdersdorf revidieren und vergessen machen.

Der Beginn verlief für das Team aus Oberhavel vielversprechend und hoffnungsvoll. Ein erster „Riese“ in der 4. Minute. Einwurf Sidorowicz, Kopfballverlängerung von Macuk, doch Zielinski schaffte es, den Ball freistehend aus fünf Metern (!) über das Tor zu jagen. Unfassbar!! Und es sollte noch schlimmer kommen. Diesmal setzte sich Schölzke über rechts durch und passte in den Strafraum. Erneut kam das Leder zu Zielinski. Er umspielte noch Tille und war wiederum total frei vor Hahnel. Statt locker einzuschieben, schoss er wieder über den Balken (10.). Eigentlich ein Unding, wie kläglich hier zwei Hundertprozentige leichtfertig vergeben wurden. Einen hätte „Ricky“ sicher bestimmt gemacht, war zu hören.

Bis zur 20. Minute war das Spiel der Gäste durchaus durchdacht und gut anzusehen. Dann ließ man den überragenden Bouziane über rechts durchmarschieren, nicht zu stoppen von zwei Mann. Seine flache Eingabe nahm Krolikowski direkt. Den ersten Versuch konnte Keeper Walter noch abwehren, gegen den Nachschuss war er machtlos (24.).

Fortan kam Hansa besser in die Partie. Vor allem Bouziane war nie in seinem Tatendrang und Spielwitz zu bremsen. Doch noch gab sich Altlüdersdorf nicht auf, war zumindest ab und zu bemüht. Ein Schuss von Schölzke ging über das Tor (30.), den Versuch von Marten hielt Torhüter–Routinier Hahnel im Nachfassen (37.).

Doch Hansa war nun auch läuferisch überlegen. So fiel auch das zweite Tor. Bei einem langen Diagonalpass von Birkholz war Willms über links von Sidorowicz und Bielecki nicht zu halten. Den zu weit vor seinem Tor stehenden Walter überlupfte er zum Torerfolg (44.). Das war kurz vor der Pause der Schalter zum Kopf hängen lassen beim SVA.

Der zweite Abschnitt ist kurz beschrieben. Rostock dominierte und beherrschte nun gänzlich das Spiel. Spielerisch besser, gedanklich schneller und immer einen Schritt früher am Ball - es kam nie die Gefahr auf, der Gast könnte hier noch etwas umbiegen. Stattdessen weitere Chancen für das Team von Trainer Rietentiet. Bouziane traf nur das Außennetz (61.). Den sicheren Einschuss von Haufe schlug Bielecki gerade noch von der Linie (66.).

Dann war es aber soweit. Nach Zuspiel von Haufe bei einem schnellen Spielzug war Farr rechts völlig frei und schob locker ins lange Eck ein (72.). Gegenwehr der Gäste nur sporadisch. Lediglich zwei, drei Schussversuche (67., 78., 84.) von Hilicki in seinem ersten Spiel gingen auf oder Richtung Tor der Gastgeber.

So stand am Ende das ernüchternde Fazit der Gäste. Die zweite Halbzeit war desolat, noch ist man nicht in der Saison angekommen. Aber das muss und sollte jetzt schnell passieren.

Text: Dirk Wieland