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Oberliga Nordost Nord 2018/19 - Spielbericht
21. Spieltag - Samstag, 30.03.2019 - 13:30
SV Lichtenberg 47 - SV Altlüdersdorf 2:0 (0:0)
Grafik Taktikschema

     Taktikschema zeigt eine mögliche Variante.




Spitzenreiter lange geärgert

Die Schwere der Aufgabe beim Tabellenführer war den Altlüdersdorfern schon bewusst. „Da muss schon alles passen. Die Berliner verfügen in puncto Defensive und Robustheit schon über eine höhere Qualität als Greifswald“, meinte Trainer Steffen Borkowski. Nicht von ungefähr stellen die 47er die beste Abwehr (nur 10 Gegentore!) und den besten Angriff. Aber egal.

Im Spiel sah das auch lange recht ordentlich aus, wie sich der SVA präsentierte und fast nichts anbrennen ließ. Die erste gute Chance hatte man sogar selbst. Nach Kombination von Sidorowicz und Klimko über die rechte Seite schoss Gevorgyan die Eingabe aber über das Tor (20.).

Der Gastgeber war ansatzweise optisch überlegen, aber Altlüdersdorf stand defensiv sehr sicher, arbeitete mit viel Laufarbeit und taktisch clever. Chancen blieben in Abschnitt eins beiderseits Mangelware. Nur eine richtig klare Möglichkeit hatte Lichtenberg bis dato. Ein schöner Spielzug über links mit Gawe und Brechler brachte Grüneberg in Schussposition. Doch der Ball prallte nur an den Pfosten (24.).

Als Klimko dann nach einem bösen Foul (ohne Ahndung!) schwer verletzt vom Platz musste, folgte notgedrungen eine Umstellung bei den Gästen. Ein Schuss von Einsiedel (41.) und ein Kopfball von Reiniger nach einer Gawe–Ecke (45.) wurden dann noch eine sichere Sache für Gästekeeper Begzadic. Torlos ging es in die Pause. Ein Minimalziel hatte der SVA erreicht.

In der zweiten Halbzeit drängte Lichtenberg mehr auf einen Torerfolg. Aber eine gute Stunde hielt das Gästekonzept. Außer einem Torschuss von Gevorgyan, links vorbei (59.), blieb aber Entlastung weitestgehend aus. Stattdessen folgte der Führungstreffer für den Spitzenreiter. Allerdings wurde ein klares Foul an einen SVA–Spieler zuvor nicht abgepfiffen. L 47 spielte schnell weiter. Über Grüneberg und Brechler landete das Leder bei Gawe, der souverän einnetzte (63.). Schade, Trainer Borkowski regte sich zu Recht auf.

Nur kurze Zeit später folgte das 2:0. Das war allerdings ein schöner Treffer. Einen langen Freistoß von Grüneberg köpfte Gawe von rechts vor das Tor, wo Reiniger ihn aus der Drehung ins Tor schoss (71.). Sicher gut einstudiert, aber auch davor wurde beim Gast gewarnt.

In der Schlussphase fand Brechler in Keeper Begzadic noch zweimal seinen Meister. Erst bei einem Schuss (74.), dann nach Vorarbeit von Ohlow (85.). Letztlich in der Summe ein verdienter Erfolg von Lichtenberg, aber sie mussten eine harte Nuss erst knacken.

Trainerstimmen:
Steffen Borkowski (SVA):
„Glückwunsch zu einem im Endeffekt verdienten Sieg. Aber ich bin doch recht angefressen. Der Schiedsrichter hatte für mich keine Linie in seinen Entscheidungen. Das Foul an Klimko muss man pfeifen und auch vor dem 1:0 erwarte ich einen Pfiff. Das ist natürlich ärgerlich. Aber ich hoffe, dass ihr jetzt durchzieht und aufsteigt. Ihr spielt viele Jahre konstant mit oben und hättet euch das verdient.“

Uwe Lehmann (L 47): „In der Meinung zum Schiedsrichter bin ich bei dir, er hatte keine richtige Linie und hätte durchaus auf Foul entscheiden können. Aber zum Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir es schwer gegen einen gut stehenden Gegner. In Abschnitt zwei war ich mir aber sicher, dass unser Anrennen belohnt wird. Danke für die Glückwünsche und ich drücke die Daumen, dass ihr in Zukunft weniger Entscheidungen gegen euch habt und in der Klasse drin bleibt.“

Text: Dirk Wieland