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Oberliga Nordost Nord 2018/19 - Spielbericht
9. Spieltag - Samstag, 06.10.2018 - 18:00
Greifswalder FC - FC Anker Wismar 1:0 (1:0)
Grafik Taktikschema

     Taktikschema zeigt eine mögliche Variante.




Unberechtigter Foulelfmeter brachte Boddenstädter den Sieg
Starke Leistung des Ankerteams wurde nicht belohnt

Der FC Anker Wismar hat das Landesderby beim Greifswalder FC mit 0:1-Toren verloren. Betrachtet man die nüchterne Bilanz der „englischen Woche“, könnte man Angst bekommen, denn da stehen aus den drei Partien gegen Altlüdersdorf, in Lichtenberg und Greifswald null Punkte und 0:6 Tore auf dem Konto. Doch die Art und Weise des Spiels der Gäste am Bodden lässt auf eine deutlich bessere Zukunft hoffen. Am Sonnabendabend hat nämlich nicht die bessere, sondern die glücklichere Elf gewonnen.


Spielszene 1

Guilherme Lima beim Abschluss


Von Beginn an entwickelte sich am Bodden eine sehr schnelle, spielerisch und kämpferisch sehr starke Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der sechsten Minute wurde ein Freistoß von Bütterich zur Ecke geklärt, in der 16. Minute parierte GFC-Keeper Martin Leu einen Freistoß von Tim Queckenstedt.

Die Führung der Hausherren dann kurz vor der Pause. Nach einem Zweikampf von Philipp Unversucht fällt sein Gegenspieler. Schiedsrichter Müke zeigt weiterspielen an, doch Assistent Strübing winkt Elfmeter. Kurios schon deshalb, da der Unparteiische auf Ballhöhe war und der Offizielle an der Linie den Zweikampf nicht richtig einsehen konnte. „Mein Gegenspieler ist schon vorher abgesprungen, ich habe ihn nicht einmal berührt“, so der Wismarer Abwehrchef frustriert.

Innerhalb von wenigen Wochen haben die Assistenten drei Mal aktiv zum Nachteil der Ankerelf ins Spiel eingegriffen. In Torgelow hatte Frank Hübner auf Elfmeter gedrängt, obwohl der Unparteiische auch weiterspielen hatte lassen, am letzten Wochenende wurde ein Tor für Altlüdersdorf gegeben, obwohl der Assistent nicht auf Ballhöhe war, und jetzt der dritte, entscheidende, Eingriff.


Spielszene 2

Sebastian Schiewe (ganz rechts) im Zweikampf


Nach der Pause war der FC Anker das spielbestimmende Team und konnte sich sehr gute Möglichkeiten erarbeiten. Bereits 39 Sekunden nach Wiederanpfiff prüfte Sebastian Schiewe den Greifswalder Keeper per Kopf auf „Herz und Nieren“, doch der konnte diesen Kopfball noch zur Ecke abwehren. In der 51. Minute wurde ein Kopfball von Tom Ney nach Ecke von Ignacio Sanchez von der Greifswalder Torlinie geschlagen, in der 60. Minute scheiterte Guilherme Lima am Schlussmann der Boddenstädter.

Und so ging es weiter: In der 80. Minute strich ein Kopfball von Tim Queckenstedt knapp über die Latte, zwei Minuten später parierte Leu einen Schuss von Ivanir Rodrigues. Die letzte große Möglichkeit hatte dann in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal Rodrigues. Er hatte sich auf der linke Seite toll durchgespielt, kam frei zum Schuss, doch der Schlussmann der Hausherren parierte erneut glänzend.


Spielszene 3

Ignacio Sanchez-Contador mit Ball am Fuß


Auf der abschließenden Pressekonferenz sprach auch der Greifswalder Trainer Roland Kroos von einem glücklichen Sieg, aber am Ende zählen halt die Tore. Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo zollte seinem Team ein Riesenkompliment. Nach der enttäuschenden Partie gegen Altlüdersdorf haben die beiden folgenden Partien in Lichtenberg und in Greifswald bewiesen, dass die Mannschaft immer weiter zusammenwächst. „Diese Partie macht viel Mut für das Pokalspiel am Freitagabend an gleicher Stelle“, so Adigo.

Text und Fotos: Bernhard Knothe